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20.8.2025 | Ist es fair, wenn die Verantwortung für den Klimawandel allein bei den Konsument*innen liegt? 

Im Rahmen des Projekts "Umdenken und Anpacken" hat OroVerde recherchiert, wie eng Vermögen und klimaschädliche Emissionen tatsächlich zusammenhängen und welche Rolle soziale Ungleichheit beim Klimawandel spielt.

Was die Zahlen sagen: Ein ungleiches Bild

"Der Wandel muss bei uns beginnen, um langfristig die tropischen Regenwälder zu schützen", betont OroVerde. Doch wer trägt wieviel zu den Emissionen bei und wer kann wieviel bewegen?

Die Recherche zeigt ein extrem ungleiches Bild: Das reichste 1 Prozent der deutschen Bevölkerung stieß 2019 durchschnittlich 83,3 Tonnen CO₂ pro Person aus. Das ist über 15-mal so viel wie die ärmere Hälfte der Bevölkerung, deren Fußabdruck bei 5,4 Tonnen CO₂ pro Kopf lag. Selbst die Mittelschicht mit 11,4 Tonnen CO₂ pro Person wird weit übertroffen.

Diese Schere ist auch auf globaler Ebene sichtbar. Die reichsten 10 Prozent der Weltbevölkerung sind für rund die Hälfte der globalen CO₂-Emissionen verantwortlich. Umgekehrt kann man sagen: Die reichsten 10 Prozent haben das größte Potential die weltweiten CO2-Emissionen massiv zu reduzieren.

Wohlhabende Menschen verbrauchen überdurchschnittlich viel Energie und Ressourcen

Häufig geht es dabei um Dinge, die für ein gutes Leben nicht unbedingt notwendig sind. Da reiche Bevölkerungsgruppen mit ihrem Lebensstil viele Emissionen verursachen und zugleich großen Einfluss auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft haben, liegt hier ein großes Sparpotenzial. Die Klimapolitik sollte diese Gruppen deshalb gezielt in den Blick nehmen. Gleichzeitig muss sie Weichen stellen, damit eine klimafreundliche Lebensweise für alle Bevölkerungsgruppen möglich ist. Dazu zählt der Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel aber auch ein schneller und konsequenter Ausstieg aus fossilen Energien.

Klimawandel als Gerechtigkeitsfrage

„Dies ist kein Freibrief für uns alle, unseren CO2-Abdruck aus den Augen zu verlieren. Denn um die Klimakrise auf 2 Grad zu begrenzen, müssen wir den weltweiten Pro-Kopf-Ausstoß auf unter eine Tonne reduzieren“, betont OroVerde.  Gleichzeitig braucht es klare politische Entscheidungen und strukturelle, gesellschaftliche Lösungen, um den Klimawandel zu bremsen und die sozial-ökologische Transformation voranzutreiben. 

Wie Vermögen und Machtverhältnisse diese Entwicklungen beeinflussen und warum es dringend notwendig ist, diese Zusammenhänge zu verstehen, erfahren Sie hier. Lesen Sie jetzt den vollständigen Artikel auf unserer neuen Website.

Noch Fragen zum Projekt?

Birthe Hesebeck
Bereichsleiterin
Kommunikation & Bildung für nachhaltige Entwicklung
+49 228 24290-14
bhesebeck[at]oroverde[dot]de

Projektförderung

Diese Seite entstand im Rahmen des BNE-Projekts „Transformation“. Dieses Bildungsprojekt wird gefördert durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen und ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des BMZ.

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