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Auf der 17. UN-Biodiversitätskonferenz in Eriwan müssen Maßnahmen für die Umsetzung von Artenvielfalt und Biodiversitätsschutz beschlossen werden. OroVerde ist vor Ort dabei und stellt deutliche Forderungen: Die Tropenwälder und die Menschen, die dort leben, müssen verbindlich geschützt und finanziell unterstützt werden.

15. Oktober 2026 | Birthe Hesebeck

Vier Jahre nach der historischen Verabschiedung des Weltnaturabkommens von Kunming-Montreal (KMGBF) schaut die Welt im Oktober 2026 nach Eriwan, Armenien: Auf der 17. UN-Biodiversitätskonferenz (CBD COP17) geht es um einen Wendepunkt. 

Damit die Ziele bis 2030 noch erreicht werden können, muss jetzt der Übergang von Zielsetzung und Planung zu einer konsequenten, messbaren Umsetzung der Maßnahmen zum Schutz von Artenvielfalt und Biodiversität erfolgen. OroVerde – Die Tropenwaldstiftung bringt Erfahrungen aus ihren internationalen Tropenwald-Schutzprojekten in die Konferenz ein und fordert von der Bundesregierung und der Staatengemeinschaft entschlossenes Handeln.

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Eine beschleunigte Umsetzung der Ziele des Weltnaturabkommens ist so dringend wie nie zuvor. Wir sehen in unseren Projektregionen jeden Tag, wie massiv die Biodiversität bedroht ist – aber auch, dass funktionierende Lösungen existieren. Auf der COP17 in Eriwan muss die Bundesregierung beweisen, dass sie es mit dem globalen Biodiversitätsschutz ernst meint: Wir brauchen jetzt eine verlässliche, langfristige Finanzierung und den politischen Mut, den Schutz von Wäldern, indigenen Rechten und der Natur als Rechtssubjekt konsequent voranzutreiben.

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Christian Cray, Bereichsleiter*in Internationale Projekte bei OroVerde – Die Tropenwaldstiftung

Die 6 zentralen Forderungen von OroVerde zur CBD COP17:

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1.
Tropenwälder schützen

Angesichts eines jährlichen weltweiten Waldverlusts von fast 11 Millionen Hektar muss Waldschutz einen hohen Stellenwert in den Nationalen Biodiversitätsstrategien und Aktionsplänen einnehmen. Eine verlässliche internationale Finanzierung für deren Umsetzung ist dafür grundlegend. Schutz darf dabei nicht allein auf Naturschutzgebiete beschränkt bleiben; auch landwirtschaftliche Flächen müssen biodiversitätsfreundlich bewirtschaftet werden. 

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2.
Agrarwende und Kleinbäuer*innen stärken

Die intensive Landwirtschaft ist einer der Haupttreiber des Biodiversitätsverlusts und gleichzeitig auf intakte Ökosysteme angewiesen. OroVerde fordert die Ausweitung agrarökologischer Anbaumethoden, die Reduktion von schädlichen Pestiziden sowie einen verbesserten Zugang von Kleinbäuer*innen zur Wahrnehmung ihrer (Land-)Rechte und zu Finanzmitteln.

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3.
Rechte indigener Völker und lokaler Gemeinschaften (IP&LC) sichern

Obwohl indigene Völker weniger als 5 Prozent der Weltbevölkerung ausmachen, bewahren und beschützen sie rund 80 Prozent der global verbleibenden Biodiversität. Ihre Gebiete müssen anerkannt, ihre finanzielle Förderung direkt und unbürokratisch gestaltet und Umweltschützer*innen besser geschützt werden. 

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4.
Geschlechtergerechtigkeit verbindlich verankern

Frauen spielen eine Schlüsselrolle im Biodiversitäts- und Ressourcenschutz, sind jedoch oft von Landrechten und Entscheidungen ausgeschlossen. Der CBD-Gender-Plan of Action muss für die Staaten verbindlicher gestaltet und durch messbare Indikatoren gestärkt werden.

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5.
Finanzierungslücken schließen und Bundesmittel sichern

Um bis 2030 jährlich 30 Milliarden US-Dollar für den internationalen Biodiversitätsschutz zu mobilisieren, braucht es verlässliche öffentliche und private Finanzströme. Klares Signal an die Bundesregierung: Gelder für den Natur- und Klimaschutz aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) dürfen keinesfalls im regulären Bundeshaushalt versickern und müssen zu einem erheblichen Anteil zweckgebunden in den internationalen Wald- und Biodiversitätsschutz fließen.

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6.
Anerkennung der Rechte der Natur

Vor Gericht steht die Natur oft als rechtloses „Objekt“ anderen Rechtsträger*innen gegenüber. Ökosysteme müssen – nach Vorbildern wie in Ecuador und Peru, wo die Partnerorganisationen von OroVerde sich auf diese Rechte berufen – als Träger von Eigenrechten (auf Regeneration und Integrität) anerkannt und über gesetzliche Vertretungen klagefähig gemacht werden.

Unsere Forderungen im Detail

Wir machen uns stark für Biodiversität

Unsere Forderungen zur CBD COP17

2026

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OroVerde handelt vor Ort

OroVerde setzt sich mit praxisnahen Projekten, wissenschaftlichem Monitoring sowie gezielter Lobbyarbeit für den Schutz tropischer Wälder und ihrer Bewohner*innen ein. Die UN-Biodiversitätskonferenz COP17 in Armenien bietet die historische Chance, den Artenschutz verbindlich, sozial gerecht und finanzierungsstark aufzustellen. OroVerde bringt diese praktische Expertise direkt in die Diskussionen vor Ort ein.

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Birthe Hesebeck
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+49 228 24290-14
bhesebeck[at]oroverde[dot]de

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Bildnachweis: OroVerde - M. Metz (Header), OroVerde - A. Hömberg (Gruppenfoto)

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