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Das Quellgebiet des Flusses Mao in der Dominikanischen Republik ist traditionelles Kaffeeanbaugebiet. Noch vor etwa 15 Jahren reihte sich hier eine kleine Kaffeeplantage an die nächste. Dies änderte sich schlagartig, als sich 2012 die Pilzerkrankung Kaffeerost ausbreitete und die Kaffeepflanzen befiel. Gleichzeitig wurde immer deutlicher, dass der Klimawandel zunehmend für eine Änderung der klimatischen Bedingungen sorgt. Die Landwirtschaft musste sich dringend verändern.

Dank des Einsatzes unserer Partnerorganisation Centro Naturaleza und mit der Unterstützung vieler OroVerde-Spenderinnen und Spender wurde die Anbaumethode „Agroforstsystem“, die bereits in einer einfachen Form angewendet wurde, deutlich ausgebaut und verbessert. Inzwischen arbeiten sehr viele Menschen im Kaffeeund Kakaobereich mit dieser Methode, bei der mehrere Kulturen gemeinsam kombiniert werden. Durch diese naturnahe Vielfalt ist der Nährstoff- und Wasserkreislauf intakt und der Boden laugt nicht aus. Dies verspricht eine vielfältigere Ernte und schützt den Regenwald vor Rodung, um kurzzeitig fruchtbare Böden zu erhalten.

Blick in die Vergangenheit

In dem Vorgängerprojekt, das zwischen 2021 und 2025 durchgeführt wurde, ging es vor allem darum, die Fähigkeiten zur Vermarktung und Verarbeitung zu stärken. Dafür schließen sich die Menschen zu Gruppen oder Kooperativen zusammen, sodass sie Risiko, Verantwortung und Arbeit auf mehrere Schultern verteilen können. Vor Ort hat sich tatsächlich ein solidarischer Arbeitsmodus in Mao etabliert, bei dem die Pflege der Agroforstsysteme meist gemeinschaftlich in Gruppen durchgeführt wird und die schwere, körperliche Arbeit dadurch einfacher zu bewältigen ist.

Insgesamt konnten beeindruckende Zahlen innerhalb des letzten Projektzeitraums erzielt werden. So konnten die Erntemengen von Kaffee und Kakao pro Tarea (etwa 0,06 Hektar) deutlich gesteigert werden. 80 Menschen wurden ausgebildet und tragen ihr Wissen zur Anbaumethode jetzt an die anderen Menschen in den Gemeinden weiter. Insgesamt arbeiten nun 160 Menschen mit der nachhaltigen Anbaumethode. Es wurden über 90 Schulungen angeboten und 20 Anlagen zur Weiterverarbeitung der Produkte in Betrieb genommen. Auch nahmen einige der Gruppen an einem Patenprogramm teil und lernten im Austausch mit Unternehmen, wie sie ihre Produkte besser verarbeiten und vermarkten können.

Nachhaltige Landwirtschaft fördern!

Mit Ihrer Spende fördern Sie den nachhaltigen Anbau von Kaffee und Kakao in der Dominikanischen Republik für langfristig wirksamen Regenwaldschutz.

Skalierung des Erfolgs

Ziel unseres neuen Projekts ist es nun, dass noch mehr Menschen sich für den nachhaltigen Anbau entscheiden. Denn dies schützt nachweislich den Regenwald. Zudem ist der Anbau in biodiversen Systemen sicherer vor den Auswirkungen des Klimawandels und die Menschen können mit den hochwertigen Produkten ein gutes Einkommen erzielen. Und das fördert letztendlich die Entwicklung der gesamten Region.

Im Projekt möchten wir nun bis 2029 die Vermarktungsfähigkeiten vor Ort stärken. Bisher erfolgt der Verkauf der Produkte über die fünf bestehenden Kooperativen noch sehr schleppend. Viele Menschen vermarkten ihre Produkte noch selbstständig an Zwischenhändler. Sie haben dabei meist nicht genügend Selbstbewusstsein, um gut zu verhandeln, und erzielen nur sehr geringe Preise. Mit dem Aufbau eines Vermarktungsnetzwerkes soll Vermarktung in Zukunft gemeinsam betrieben werden und es sollen solide Handelsbeziehungen aufgebaut werden.

Wissen & Qualität

Um eine höhere Wertschöpfung zu erzielen, sollen die Qualität der beiden Produkte Kaffee und Kakao gesteigert werden. Dafür werden 221 Personen ausgebildet, ihre Kenntnisse in Erntenachbereitung und Verarbeitung von Kaffee und Kakao zu vertiefen. Zudem sollen 260 Menschen in Buchhaltung und Unternehmensführung geschult werden, davon mindestens 117 Frauen. Auch soll die Verwaltung der fünf Kooperativen zusammengeführt werden, sodass die Prozesse hier effizienter werden.

Von der Nische in die Breite

Nach wie vor ist nachhaltiger Anbau von Kaffee und Kakao ein Nischenthema. Längst nicht allen Menschen in der Region ist bekannt, welche Vorteile der Anbau im Agroforstsystem für den Wald, den Wasserhaushalt und das Einkommen der Menschen hat. Eine Kommunikationskampagne soll hier in den nächsten Jahren mehr Bewusstsein schaffen und insgesamt 15.000 Menschen über Plakate, Radio, Fernsehen, Broschüren und Poster erreichen. Dabei wird auch gezielt darauf geachtet, Erfolgsgeschichten von Frauen zu verbreiten und so andere Frauen zu ermutigen, sich im nachhaltigen Anbau zu versuchen oder sogar Management-Aufgaben in den Kooperativen und Gruppen zu übernehmen.

Noch Fragen zum Projekt? Ihre Ansprechpartnerin

Melissa Brosig
Team Fundraising & Spender*innenbetreuung
Telefon: +49 228 24290-64
mbrosig[at]oroverde[dot]de

Fotonachweis: Herbert Dohlen (Bäuer*innen im Waldgarten, Bauer Ramón)

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