Der Tapir verteilt Samen und lässt neue Bäume wachsen. Wo zerstörte Flächen sich nicht mehr selbst regenerieren können, unterstützen Menschen die Natur – Baum für Baum.
Im Nationalpark Sierra del Lacandón braucht die Waldgärtner-Brigade der Baird-Tapire Unterstützung: Brände und illegale Rodungen haben große Lücken im Regenwald hinterlassen und gefährden die Biodiversität. Gemeinsam mit den lokalen Gemeinden pflanzen OroVerde und seine Partner heimische Baumarten, pflegen die jungen Bäume und schützen sie vor Feuer. So kehrt der Wald zurück. Und mit ihm wertvoller Lebensraum für Tapir, Jaguar und Kolibris.
Neue Waldinseln im Nationalpark
Um die natürliche Regeneration wieder anzustoßen, pflanzen wir kleine Gruppen heimischer Bäume auf den offenen Flächen. Diese Trupppflanzungen bilden erste Waldinseln: Sie spenden Schatten, verdrängen nach und nach die Gräser und helfen dabei, die Lücken im Blätterdach zu schließen.
Mit dem Wald kehren auch seine natürlichen Gärtner zurück. Tapire transportieren Samen über weite Strecken und verteilen sie mit natürlichem Dünger. Doch dafür brauchen sie zusammenhängende Waldgebiete. Die neuen Pflanzungen schaffen wichtige Korridore für Tapire, Jaguare und viele weitere Arten.
Gemeinsam den Gemeindewald stärken
Auch außerhalb des Nationalparks braucht der Wald Unterstützung. Im angrenzenden Gemeindewald der Kooperative La Técnica pflanzen die Menschen heimische Baumarten zwischen die noch vorhandenen Bäume. So wächst der Wald wieder dichter und bietet mehr Lebensraum für Tiere und Pflanzen.
Gleichzeitig stärken die neuen Bäume wichtige Funktionen des Waldes. Sie spenden Schatten, halten Feuchtigkeit im Boden und helfen dabei, die Temperaturen vor Ort zu regulieren. und stärken wichtige Funktionen des Waldes.
Die Waldbesitzer*innen erhalten Beratung bei der Auswahl, Anzucht und Pflege der Bäume. Gleichzeitig bilden Mitglieder der Gemeinde Teams zum Schutz vor Waldbränden. Sie helfen dabei, neue Brände zu verhindern und frühzeitig zu bekämpfen. So wächst nicht nur der Wald nach. Auch das Wissen und die Erfahrung der Menschen vor Ort wächst, damit sie den Regenwald langfristig schützen können.
Rückkehr an den Arbeitsplatz
Der neue Wald wird bereits gebraucht: Kamerafallen zeigen, dass Jaguar und Tapir im Projektgebiet unterwegs sind. Zwei wichtige Fachkräfte der Natur haben damit ihren Arbeitsplatz zurückgewonnen.
Projekterfolge
Baum für Baum: Erfolge und Herausforderungen
20.000 heimische Bäume wachsen bereits auf 50 Hektar geschädigter Fläche. Tapire und sogar Jaguare nutzen die wiederhergestellten Waldgebiete wieder. Erfahren Sie, wie Gemeinden, Jugendliche und private Waldbesitzer*innen den Regenwald langfristig zurückbringen – und welche Herausforderungen noch bleiben.
Das Projekt im Überblick
Mit Ihrer Unterstützung können die nächsten Maßnahmen umgesetzt werden:
Setzlinge pflanzen
50 Euro helfen, den Regenwald mit zehn Setzlingen wiederaufzuforsten. Die Setzlinge werden in Baumschulen aufgezogen, auf ausgewählten Flächen ausgepflanzt und dort weiterhin gepflegt.
Waldflächen pflegen
80 Euro finanzieren die nötigen Werkzeuge für die Pflege einer neuen Waldfläche, wie Schaufeln und Macheten. Sie ermöglichen auch die wichtigen Schulungen für die lokalen Familien und Helfer*innen.
Brände verhindern
110 Euro ermöglichen die Ausstattung und Schulung von Brandschutz-Brigaden. Sie lernen, Brände effektiv zu bekämpfen, um zu verhindern, dass Feuer ein ganzes Gebiet zerstören.
Vor Ort arbeitet OroVerde mit der Organisation Fundación Defensores de la Naturaleza (FDN).
Fundación Defensores de la Naturaleza (FDN) ist eine private Stiftung für nachhaltige Entwicklung und Naturschutz in Guatemala. Sie ist spezialisiert auf die Erarbeitung von Waldbewirtschaftungs- und Schutzplänen, sowie die Beratung und Unterstützung der lokalen Bevölkerung in der Aufforstung und Forstwirtschaft.

Ihre Fragen rund ums Spenden bei OroVerde
Seit über 30 Jahren setzen wir uns als Tropenwaldstiftung OroVerde für den Schutz der tropischen Regenwälder ein. Dabei verbinden wir wie keine andere Organisation in Deutschland den Waldschutz mit der Entwicklungszusammenarbeit und Verbraucherthemen. Wir zeigen, wie unser Konsum in Deutschland die Umwelt und die Lebensbedingungen der Menschen in Regenwaldregionen beeinflusst.
OroVerde ist politisch unabhängig, gemeinnützig anerkannt und Mitglied der Initiative Transparente Zivilgesellschaft. Sie trägt als eine der ersten Umweltorganisationen deutschlandweit das DZI-Spendensiegel.
Transparenz ist uns bei OroVerde wichtig. Deshalb veröffentlichen wir regelmäßig Informationen über unsere Projekte, Organisationsstruktur, Einnahmen und Ausgaben. In unserem Jahresbericht zeigen wir, welche Ziele wir verfolgt, welche Mittel wir eingesetzt und welche Ergebnisse wir erreicht haben.
Für die Beurteilung einer Spendenorganisation empfehlen Verbraucherzentrale und DZI unter anderem den Blick auf Jahresbericht, Gemeinnützigkeit, Verantwortliche, Kontaktmöglichkeiten, Finanzzahlen und transparente Angaben zur Spendenverwendung.
Hier finden Sie alle wichtigen Informationen und Nachweise über unsere Arbeit:
Das DZI-Spendensiegel bescheinigt OroVerde einen effizienten und vertrauensvollen Umgang mit den uns anvertrauten Spenden. Der Anteil der Werbe- und Verwaltungsausgaben beträgt 24,3 Prozent der Gesamtausgaben und gilt damit laut DZI als vertretbar.
Als weiteres Kriterium für die wirtschaftliche Mittelverwendung setzt das DZI die Ausgaben für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit in Relation zu den Sammlungseinnahmen, das heißt Spenden und Bußgeldern. Hier liegen wir mit einer Quote von 25,4 Prozent deutlich unter der als vertretbar angesehenen Grenze von 30 Prozent.
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Tel: +49 228 24290-63
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Fotonachweis: iStock – Jose Mario Alfaro (Titelbild), OroVerde (Brandrodung), Teodilio Matias (Baumschule)
Letzte Überarbeitung: 13.10.2026
