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Die Dürre setzt den Menschen und der Landwirtschaft in Haiti zu. Doch aus unserem KlimaWald-Projekt erreichen uns auch Nachrichten, die Mut machen: Landwirtinnen und Landwirte lernen voneinander, tauschen Wissen und Erfahrungen aus und tragen erfolgreiche Ansätze der Klimaanpassung in andere Gemeinden weiter.

5. November 2026 | Kristina Jularic

Acht Landwirtinnen machen sich auf den Weg nach Borgne. Sie kommen aus Camp-Louise und wollen sehen, was andere Landwirt*innen gegen die Folgen von Dürre und Klimawandel tun. Sie besuchen Projektaktivitäten, tauschen Erfahrungen aus und nehmen neue Ideen mit zurück in ihre eigene Region. Gerade jetzt ist dieser Austausch besonders wichtig. Die anhaltende Trockenheit macht vielen Familien zu schaffen. El Niño verschärft die schwierigen Bedingungen zusätzlich.

Lernen und Austausch als Ziel

Voneinander lernen und erfolgreiche Ansätze weitertragen: Genau das ist ein wichtiges Ziel unseres KlimaWald-Projekts. Denn Klimaanpassung wirkt besonders nachhaltig, wenn Wissen vor Ort weitergegeben wird und bewährte Maßnahmen auch in anderen Gemeinden Anwendung finden. In Haiti, der Dominikanischen Republik und auf Kuba arbeiten wir deshalb gemeinsam mit unseren Partnern und den Menschen vor Ort daran, erfolgreiche Ansätze zu verstetigen und zu verbreiten. Mit Ihrer Unterstützung können wir diese Arbeit weiterführen und Menschen dabei unterstützen, ihre Lebensgrundlagen und die Tropenwälder im Karibischen Korridor zu schützen. Spenden Sie jetzt für KlimaWald.

Lernen als Erfolg begreifen

Was nach einem einfachen Austauschbesuch klingt, ist für unser KlimaWald-Projekt ein wichtiger Erfolg: Wissen bleibt nicht an einem Ort. Maßnahmen der ökosystembasierten Anpassung (EbA), die als Pilotprojekte gemeinsam mit den Menschen vor Ort umgesetzt werden, finden ihren Weg in weitere Gemeinden.

Erste Organisationen berichten bereits, dass sie Ansätze wie Kompostierung oder den Anbau von Grenadinen in ihren eigenen Projektgebieten umgesetzt haben.

Was im Bericht zunächst wie eine Zahl erscheint, ist in der Praxis ein Prozess, der Zeit braucht und sich über Jahre hinweg entfaltet.

Im August kamen auch in Vallières Landwirtinnen und Landwirte zusammen, um voneinander zu lernen. Bei drei Austauschbesuchen informierten sich insgesamt 24 Teilnehmende aus Borgne, Port-Margot und Bas-Limbé über die dort umgesetzten EbA-Maßnahmen. Zehn von ihnen waren Frauen.

Solche Begegnungen sind ein wichtiger Teil des Projekts: Erfahrungen werden geteilt, Lösungen gemeinsam weiterentwickelt und erfolgreiche Ansätze über die eigentlichen Projektgemeinden hinausgetragen.

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Klimaanpassung bedeutet für uns nicht nur, einzelne Maßnahmen umzusetzen. Entscheidend ist, dass die Menschen ihr Wissen weitergeben, voneinander lernen und erfolgreiche Ansätze auch in anderen Gemeinden anwenden.

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Johannes Horstmann, Programmleiter KlimaWald

Moderne Imkerei schafft neue Perspektiven

Gleichzeitig geht es darum, die landwirtschaftlichen Aktivitäten vielfältiger aufzustellen.

Im August nahmen 18 Projektteilnehmende, darunter drei Frauen, an einer achttägigen Schulung zur modernen Imkerei teil. Rund 80 Prozent der Ausbildung waren praktisch ausgerichtet.

Anschließend erhielten die Teilnehmenden die notwendige Ausrüstung sowie jeweils zwei komplette Bienenstöcke. In Borgne entstanden so fünf neue Bienenstände.

Fünf Bienenstände wurden eingerichtet. Die Imkerei ergänzt damit andere Aktivitäten wie Agroforstwirtschaft, Gemüseanbau und semi-intensive Ziegenhaltung.

Gerade angesichts der anhaltenden Dürre ist diese Vielfalt wichtig. Sie hilft landwirtschaftlichen Familien, nicht allein von einzelnen Kulturen abhängig zu sein und ihre Lebensgrundlagen breiter aufzustellen.

Wissen wächst, wenn es geteilt wird

Die aktuellen Aktivitäten zeigen, wie wichtig Austausch für erfolgreiche Klimaanpassung ist. Denn es geht nicht nur darum, neue Ansätze zu erproben, sondern Wissen weiterzugeben und Erfahrungen miteinander zu teilen.

Landwirt*innen lernen voneinander, moderne Imkerei eröffnet zusätzliche Möglichkeiten und bewährte Maßnahmen werden von anderen Gemeinden aufgegriffen.

So kann Klimaanpassung Schritt für Schritt über die Projektregion hinaus Wirkung entfalten.

Jetzt Regenwald und Klima schützen

Mit Ihrer Spende helfen Sie, das Projekt KlimaWald zu unterstützen. Vielen Dank!

KlimaWald-News

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Klimaanpassung in Zeiten von El Niño

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Wendys Wald-Wende

04. August 2026 | Aus einem Mammutprojekt auf 1,1 Hektar entwickelte Wendy eine Erfolgsgeschichte, die Nachahmer*innen findet.

Klimaschutz im Ausnahmezustand

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KlimaWald - Mit starken Ökosystemen gegen den Klimawandel

Die Karibik fasziniert mit weißen Stränden, türkisblauem Wasser und artenreichen Tropenwäldern. In Kuba, Haiti und der Dominikanischen Republik entwickeln die Welthungerhilfe, OroVerde und lokale Partner innovative Lösungen, um diese Lebensräume zu schützen, Ökosysteme zu stärken und die Bevölkerung bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen. 

EbA - Natürliche Antworten auf die Folgen der Klimakrise

Gesunde Ökosysteme sind Grundlage für Ernährung, Klimaschutz und den Schutz vor Extremwetter. Ökosystembasierte Klimaanpassung (Ecosystem-based Adaptation, EbA) sichert diese Leistungen langfristig – trotz Klimawandel – und mildert dessen Folgen.

Förderer Projekt KlimaWald

Das Projekt ist Teil der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI). Das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) fördert die Initiative aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags.

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Politik und Gesellschaft

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Unsere Projekte

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Ihr Pressekontakt

Kristina Jularic
Pressearbeit
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+49 228 24290-33
kjularic[at]oroverde[dot]de

Fotonachweise: © OroVerde - J. Baumann (alle Bilder)

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