Ohne die drolligen Flussbewohner wären die Flüsse im Amazonasbecken um einiges ärmer: weniger Fischarten, weniger Verstecke und weniger Nahrung für Tiere, die sich von den Fischresten der Riesenotter ernähren.
Der vielleicht süßeste Gewässermanager der Welt
Wo Riesenotter leben, ist meist auch der Fluss noch intakt und die Biodiversität hoch. Denn die geselligen Jäger brauchen fischreiche Gewässer, sauberes Wasser und geschützte Ufer. Als Spitzenprädatoren stehen sie weit oben in der Nahrungskette – und gelten deshalb als wichtige Anzeiger für die Gesundheit tropischer Flusslandschaften.
- Fischmanager: Sie halten Beutebestände im Gleichgewicht.
- Baumeister: Ihre Tunnel schaffen Strukturen am Flussufer.
- Nährstofflieferanten: An festen Plätzen am Ufer hinterlassen Riesenotter ihren Kot. Die darin enthaltenen Nährstoffe und Fischreste dienen anderen Tieren als Nahrung.
- Gesundheitsanzeiger: Riesenotter brauchen fischreiche Flüsse und ungestörte Ufer. Verschwinden sie, kann das ein Warnsignal für den Zustand des Flusses sein
Eine Familie hält den Fluss im Gleichgewicht
Sie jagen gemeinsam, rufen einander zu und ziehen als eingespieltes Team durch die Flüsse Südamerikas: Riesenotter leben in eng verbundenen Familiengruppen und kümmern sich gemeinsam um ihren Nachwuchs.
Doch die drollige Bande braucht intakte Natur. Nur in fischreichen Gewässern mit bewachsenen, ungestörten Ufern finden sie ausreichend Nahrung und sichere Plätze für ihre Höhlen.
Riesenotter gestalten ihren Lebensraum aktiv mit. Sie jagen Fische und graben Höhlen ins Ufer. Mit Kot und Urin markieren sie außerdem ihr Revier. Dabei gelangen wichtige Nährstoffe aus dem Wasser an Land. Die darin enthaltenen Fischreste dienen anderen Tieren als Nahrung.
Die charismatische Regenwaldbewohner gehören somit zu den vielen Fachkräften, die Flüsse, Wälder und andere Ökosysteme am Laufen halten. Doch wer übernimmt eigentlich die anderen Jobs im Regenwald? Lerne die tierischen Gärtner und Spediteure des Regenwaldes kennen.
Weitere Fachkräfte kennenlernen
Der Kolibri
Ohne den schnellsten Pollenkurier des Regenwaldes gäbe es weniger Samen und Früchte zu essen.
So kannst du dem Riesenotter helfen
Wenn wir beim Einkaufen auf faire Siegel und bewussten Konsum achten, machen wir vor, wie moderner Naturschutz funktioniert: genussvoll, reflektiert und ohne Zeigefinger. Jeder Griff zu zertifizierter Schokolade stärkt die Menschen vor Ort, die den Wald schützen, statt ihn zu roden. Entdecke deine Handlungsmöglichkeiten.
Machen wir den Tropenwald und den Riesenotter zu einem Herzensthema, das verbindet, motiviert und zeigt, dass wir alle die Fäden in der Hand haben. Zum Beispiel in Gesprächen, mit Petitionen oder bei Initiativen für entwaldungsfreie Lieferketten.
Entdecke, wie OroVerde gemeinsam mit lokalen Partnern Schutzgebiete bewahrt, Wälder wiederherstellt und Arten beobachtet. So finden Riesenotter und andere Fachkräfte der Natur langfristig ein Zuhause.
Was passiert, wenn die Fachkräfte verschwinden?
Täglich werden große Regenwaldflächen für die Landwirtschaft, Viehzucht und den Abbau von Rohstoffen gerodet. Dadurch verlieren immer mehr Tiere und Pflanzen ihren Lebensraum. Viele Arten sind an spezifische Ökosysteme und Regionen angepasst. Im Regenwald hat jede Art ihren Job. Manche verteilen Samen, andere bestäuben Pflanzen, recyceln Nährstoffe oder halten Tierbestände im Gleichgewicht. Fällt eine dieser Fachkräfte aus, betrifft das deshalb nicht nur eine Art. Je mehr Fachkräfte verschwinden, desto schlechter funktioniert der Regenwald als Ganzes.
Noch können wir handeln
Doch die Natur besitzt eine erstaunliche Kraft zur Erneuerung. Wenn wir Lebensräume schützen und wiederherstellen, kehren viele Arten zurück. Wälder beginnen erneut zu wachsen. Tiere finden wieder Nahrung und Schutz. Das Netzwerk des Lebens kann sich regenerieren.
Der beste Schutz für die Fachkräfte der Natur ist ein intakter Lebensraum.
Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen setzt sich OroVerde daher dafür ein, Tropenwälder zu schützen und wiederherzustellen.
So schützt OroVerde Artenvielfalt
Schutzgebiete, Artenmonitoring und Kontrollen bewahren wichtige Rückzugsorte für Tiere und Pflanzen.
Wiederaufforstung und vielfältige Agroforstsysteme geben Arten Nahrung, Schutz und sichere Wanderwege.
OroVerde und seine Partner begleiten politische Prozesse und setzen sich für den dauerhaften Schutz wertvoller Ökosysteme ein.
OroVerde Schutzprojekte: Hier schützen wir Biodiversität
Indigene Territorien in Ecuador und Peru
Artenvielfalt im Amazonas schützen. Indigene beim Monitoring unterstützen.
Alexander von Humboldt Nationalpark
Die Bienenelfe ist der kleinste Vogel der Welt. Wir schützen ihre Heimat auf Kuba.
Nationalpark Sierra del Lacandón
Gemeinsam mit dem Tapir Baum für Baum in Guatemala Wald pflanzen.
Häufige Fragen zu OroVerde und Biodiversitätsschutz
OroVerde schützt gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen wertvolle Waldgebiete, stellt geschädigte Lebensräume wieder her und unterstützt nachhaltige Landnutzung. Zudem begleitet die Stiftung politische Prozesse und beobachtet die Entwicklung ausgewählter Arten.
Lokale Organisationen und Gemeinden kennen die Lebensräume, Herausforderungen und Bedürfnisse vor Ort. Deshalb ist eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe besonders wichtig. Gemeinsam entstehen Lösungen, die Naturschutz mit nachhaltiger Entwicklung und besseren Lebensbedingungen verbinden.
OroVerde arbeitet in verschiedenen Ländern Lateinamerikas und der Karibik. Die Projekte reichen vom Schutz tropischer Wälder im Amazonasgebiet bis zur Wiederherstellung von Mangroven, Feuchtgebieten und geschädigten Waldlandschaften.
Du kannst bewusster konsumieren, dich politisch für den Regenwaldschutz einsetzen und die Schutzprojekte von OroVerde kennenlernen oder unterstützen.
Der Riesenotter steht beispielhaft für die vielen Fachkräfte, die intakte tropische Ökosysteme brauchen. OroVerdes Projekte schützen und regenerieren wertvolle Lebensräume. Die jeweils vorkommenden Arten unterscheiden sich je nach Projektregion. In Sarayaku, Ecuador, und im Naturreservat Zentral-Surinam kommt der Regenwaldschutz in den Projekten auch den dort lebenden Riesenottern zugute.
Direkt Regenwaldfachkräfte unterstützen:
Deine Fragen rund ums Spenden bei OroVerde
Seit über 30 Jahren setzen wir uns als Tropenwaldstiftung OroVerde für den Schutz der tropischen Regenwälder ein. Dabei verbinden wir wie keine andere Organisation in Deutschland den Waldschutz mit der Entwicklungszusammenarbeit und Verbraucherthemen. Wir zeigen, wie unser Konsum in Deutschland die Umwelt und die Lebensbedingungen der Menschen in Regenwaldregionen beeinflusst.
OroVerde ist politisch unabhängig, gemeinnützig anerkannt und Mitglied der Initiative Transparente Zivilgesellschaft. Sie trägt als eine der ersten Umweltorganisationen deutschlandweit das DZI-Spendensiegel.
Transparenz ist uns bei OroVerde wichtig. Deshalb veröffentlichen wir regelmäßig Informationen über unsere Projekte, Organisationsstruktur, Einnahmen und Ausgaben. In unserem Jahresbericht zeigen wir, welche Ziele wir verfolgt, welche Mittel wir eingesetzt und welche Ergebnisse wir erreicht haben.
Für die Beurteilung einer Spendenorganisation empfehlen Verbraucherzentrale und DZI unter anderem den Blick auf Jahresbericht, Gemeinnützigkeit, Verantwortliche, Kontaktmöglichkeiten, Finanzzahlen und transparente Angaben zur Spendenverwendung.
Hier findest du alle wichtigen Informationen und Nachweise über unsere Arbeit:
Das DZI-Spendensiegel bescheinigt OroVerde einen effizienten und vertrauensvollen Umgang mit den uns anvertrauten Spenden. Der Anteil der Werbe- und Verwaltungsausgaben beträgt 24,3 Prozent der Gesamtausgaben und gilt damit laut DZI als vertretbar.
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