Ohne den Tapir würden im Regenwald weniger Samen auf Reisen gehen – manche Bäume hätten kaum eine Chance, neue Lebensräume zu erobern.
Der wohl fleißigste Gärtner des Regenwaldes
Der Tapir ist ein echter Aussaatprofi. Er pflanzt neue Bäume, ganz ohne Schaufel und Gießkanne. Auf seinen weiten Wanderungen frisst er Früchte und transportiert deren Samen durch den Regenwald. Später scheidet er sie an anderer Stelle mitsamt natürlichem Dünger wieder aus. So erhöht er die Biodiversität im Regenwald.
- Samensammler: Er frisst die Früchte vieler verschiedener Pflanzen.
- Transporteur: In seinem Bauch reisen Samen über weite Strecken.
- Großlieferant: Er verbreitet auch Samen, die für kleinere Tiere zu groß sind.
- Düngemeister: Sein Dung schafft gute Startbedingungen für neues Pflanzenleben.
Ein Gärtner hält den Wald am Wachsen
Obwohl Tapire kräftige Tiere sind, ernähren sie sich überwiegend von Blättern, Trieben und Früchten. Dabei schlucken sie zahlreiche Samen, die ihre Verdauung unbeschadet überstehen und an anderen Orten wieder ausgeschieden werden.
Für den Regenwald ist das besonders wertvoll: Tapire legen weite Strecken zurück und können selbst große Samen transportieren. Auf diese Weise helfen sie Pflanzen, neue Standorte zu erreichen, und unterstützen die natürliche Regeneration geschädigter Waldflächen.
Der Tapir ist gehört zu den vielen Fachkräften, die das Netzwerk des Regenwaldes am Laufen halten. Wo er verschwindet, fehlt Pflanzen und Tieren ein wichtiger Partner.
Doch wer bestäubt die Blüten, räumt den Waldboden auf und hält Tierbestände im Gleichgewicht? Lernen Sie die weiteren Fachkräfte des Regenwaldes kennen.
Weitere Fachkräfte kennenlernen
Der Riesenotter
Ohne den drolligen Experten für Gewässermanagement wären Flüsse im Amazonagebiet um einiges ärmer.
Der Kolibri
Ohne den schnellsten Pollenkurier des Regenwaldes gäbe es weniger Samen und Früchte zu essen.
So kannst du dem Tapir helfen
Wenn wir beim Einkaufen auf faire Siegel und bewussten Konsum achten, machen wir vor, wie moderner Naturschutz funktioniert: genussvoll, reflektiert und ohne Zeigefinger. Jeder Griff zu zertifizierter Schokolade stärkt die Menschen vor Ort, die den Wald schützen, statt ihn zu roden. Entdecke deine Handlungsmöglichkeiten.
Machen wir den Tropenwald und den Tapir zu einem Herzensthema, das verbindet, motiviert und zeigt, dass wir alle die Fäden in der Hand haben. Zum Beispiel in Gesprächen, mit Petitionen oder bei Initiativen für entwaldungsfreie Lieferketten.
Entdecke, wie OroVerde gemeinsam mit lokalen Partnern Schutzgebiete bewahrt, Wälder wiederherstellt und Arten beobachtet. So finden Tapire und andere Fachkräfte der Natur langfristig ein Zuhause.
Was passiert, wenn die Fachkräfte verschwinden?
Täglich werden große Regenwaldflächen für die Landwirtschaft, Viehzucht und den Abbau von Rohstoffen gerodet. Dadurch verlieren immer mehr Tiere und Pflanzen ihren Lebensraum. Viele Arten sind an spezifische Ökosysteme und Regionen angepasst. Im Regenwald hat jede Art ihren Job. Manche verteilen Samen, andere bestäuben Pflanzen, recyceln Nährstoffe oder halten Tierbestände im Gleichgewicht. Fällt eine dieser Fachkräfte aus, betrifft das deshalb nicht nur eine Art. Je mehr Fachkräfte verschwinden, desto schlechter funktioniert der Regenwald als Ganzes.
Noch können wir handeln
Doch die Natur besitzt eine erstaunliche Kraft zur Erneuerung. Wenn wir Lebensräume schützen und wiederherstellen, kehren viele Arten zurück. Wälder beginnen erneut zu wachsen. Tiere finden wieder Nahrung und Schutz. Das Netzwerk des Lebens kann sich regenerieren.
Der beste Schutz für die Fachkräfte der Natur ist ein intakter Lebensraum.
Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen setzt sich OroVerde daher dafür ein, Tropenwälder zu schützen und wiederherzustellen.
So schützt OroVerde Artenvielfalt
Schutzgebiete, Artenmonitoring und Kontrollen bewahren wichtige Rückzugsorte für Tiere und Pflanzen.
Wiederaufforstung und vielfältige Agroforstsysteme geben Arten Nahrung, Schutz und sichere Wanderwege.
OroVerde und seine Partner begleiten politische Prozesse und setzen sich für den dauerhaften Schutz wertvoller Ökosysteme ein.
OroVerde Schutzprojekte: Hier schützen wir Biodiversität
Nationalpark Sierra del Lacandón
Gemeinsam mit dem Tapir Baum für Baum in Guatemala Wald pflanzen.
Indigene Territorien in Ecuador und Peru
Artenvielfalt im Amazonas schützen. Indigene beim Monitoring unterstützen.
Alexander von Humboldt Nationalpark
Die Bienenelfe ist der kleinste Vogel der Welt. Wir schützen ihre Heimat auf Kuba.
Häufige Fragen zu OroVerde und Biodiversitätsschutz
OroVerde schützt gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen wertvolle Waldgebiete, stellt geschädigte Lebensräume wieder her und unterstützt nachhaltige Landnutzung. Zudem begleitet die Stiftung politische Prozesse und beobachtet die Entwicklung ausgewählter Arten.
Lokale Organisationen und Gemeinden kennen die Lebensräume, Herausforderungen und Bedürfnisse vor Ort. Deshalb ist eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe besonders wichtig. Gemeinsam entstehen Lösungen, die Naturschutz mit nachhaltiger Entwicklung und besseren Lebensbedingungen verbinden.
OroVerde arbeitet in verschiedenen Ländern Lateinamerikas und der Karibik. Die Projekte reichen vom Schutz tropischer Wälder im Amazonasgebiet bis zur Wiederherstellung von Mangroven, Feuchtgebieten und geschädigten Waldlandschaften.
Du kannst bewusster konsumieren, dich politisch für den Regenwaldschutz einsetzen und die Schutzprojekte von OroVerde kennenlernen oder unterstützen.
Der Tapir steht beispielhaft für die vielen Fachkräfte, die intakte tropische Ökosysteme brauchen. OroVerdes Projekte schützen und regenerieren wertvolle Lebensräume. Die jeweils vorkommenden Arten unterscheiden sich je nach Projektregion. Der südamerikanische Flachlandtapir lebt in unseren Projektgebieten in Sarayaku, Ecuador. Der mittelamerikanische Tapir kommt in unseren Projekten im Nationalpark Sierra del Lacandón in Guatemala vor. Der Regenwaldschutz in diesen Projekten kommt auch den dort lebenden Tapiren zugute.
Direkt Regenwaldfachkräfte unterstützen:
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Seit über 30 Jahren setzen wir uns als Tropenwaldstiftung OroVerde für den Schutz der tropischen Regenwälder ein. Dabei verbinden wir wie keine andere Organisation in Deutschland den Waldschutz mit der Entwicklungszusammenarbeit und Verbraucherthemen. Wir zeigen, wie unser Konsum in Deutschland die Umwelt und die Lebensbedingungen der Menschen in Regenwaldregionen beeinflusst.
OroVerde ist politisch unabhängig, gemeinnützig anerkannt und Mitglied der Initiative Transparente Zivilgesellschaft. Sie trägt als eine der ersten Umweltorganisationen deutschlandweit das DZI-Spendensiegel.
Transparenz ist uns bei OroVerde wichtig. Deshalb veröffentlichen wir regelmäßig Informationen über unsere Projekte, Organisationsstruktur, Einnahmen und Ausgaben. In unserem Jahresbericht zeigen wir, welche Ziele wir verfolgt, welche Mittel wir eingesetzt und welche Ergebnisse wir erreicht haben.
Für die Beurteilung einer Spendenorganisation empfehlen Verbraucherzentrale und DZI unter anderem den Blick auf Jahresbericht, Gemeinnützigkeit, Verantwortliche, Kontaktmöglichkeiten, Finanzzahlen und transparente Angaben zur Spendenverwendung.
Hier findest du alle wichtigen Informationen und Nachweise über unsere Arbeit:
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