Die Vielfalt der tropischen Tiere im Regenwald

Tiere im Regenwald

Was kreucht und fleucht denn da?

Wusstest du, dass es in den Tropen ungefähr zweimal so viele Säugetier- und Vogelarten gibt wie in den gemäßigten Zonen (zu denen auch Europa gehört)? Der tropische Regenwald ist der Lebensraum für eine Vielzahl verschiedener Tierarten. Bunt schillernde Vögel, Frösche in leuchtenden Farben oder majestätische Raubkatzen - die Vielfalt der Tiere im Regenwald ist enorm. Doch obwohl so viele Tiere dort leben, sieht nur ein aufmerksamer Beobachter die großen Tiere im Regenwald - oftmals findet man nur ihre Spuren: die Tatzenabdrücke vom Tiger am Boden, der Schlafplatz des Orang-Utans hoch oben in den Baumkronen, oder die Kratzer der Malaienbären am Baumstamm. Zahllose Tierarten sind sogar noch komplett unerforscht. Es gibt also noch viel zu entdecken! Wir zeigen dir die faszinierende Welt der Tiere im Regenwald.

 

Schon gewusst?
  • Der Schnabel des Tukans besteht im Inneren aus Luftkammern und dient ihm als Klimaanlage, damit er nicht überhitzt.
     
  • Winzig kleine Grünalgen, die im Fell des Faultiers wachsen, sind die Ursache seiner grünlichen Färbung.
     
  • Der Baumsteigerfrosch zieht seine Jungen in Bromelien auf - hoch oben in den Baumkronen.

Tiere im Regenwald: Spezialisten des Dschungels

Auch wenn es nicht so scheint: Im tropischen Regenwald kann für eine Vielzahl der Tierarten die Nahrung knapp werden. Damit so viele verschiedene Tiere des Dschungels nebeneinander auch auf engem Raum leben können -und sich nicht ständig um Futter oder Platz streiten müssen - haben sie verschiedene Spezialisierungen ausgebildet. So sind manche Tiere am Tag aktiv, während andere die Nacht zu ihrem Tage machen. Es gibt zahlreiche Anpassungen an verschiedene Nahrungsquellen, und die Lebensräume verteilen sich über die Stockwerke des Regenwaldes.

 

Majestätisch Raubkatze

Der Jaguar ist die größte Katze der süd- und mittelamerikanischen Tropen. Majestätisch schreitet das große Raubtier durch die dichten Regenwälder - Jaguare fühlen sich außerdem in der Savanne, im Grasland oder in Feuchtgebieten wohl. Als Einzelgänger streifen die Männchen alleine durch ihr Gebiet, nur die Weibchen sind gemeinsam mit ihren Jungen unterwegs. Das Territorium eines Jaguars erstreckt sich über mehrere Quadratkilometer und hat immer ein Gewässer in der Nähe - denn die schöne Großkatze liebt es zu baden und ist ein guter Schwimmer.

 

Edelsteine der Lüfte

Die kleinen flinken Kolibris sind eine sehr artenreiche Vogelfamilie mit über 340 verschiedenen Arten. Sie naschen am liebsten Blütennektar, denn sie lieben Süßes Mit fast 100 Flügelschlägen pro Sekunde schweben sie beim Trinken des Nektars in der Luft. Für diesen Energieaufwand benötigen sie den vielen Zucker aus ihrer Nahrung. Ihre Lieblingsblüten verteidigen sie sogar gegen andere Kolibris. Damit die Konkurrenten gar nicht erst in ihre Nähe kommen, sieht man das schillernde Gefieder schon von weitem.

 

Knallig bunte Giftproduzenten

Die knallbunten Pfeilgiftfrösche zählen zu den giftigsten Tieren der Welt. Die bunten Farben sind eine Warnung für andere Tiere im Regenwald, damit sie die Frösche nicht fressen. Das Gift produzieren Pfeilgiftfrösche mit Hilfe ihrer Nahrung: Ihre Leibspeise sind Käfer und Maden mit speziellen Inhaltsstoffen. Aus diesen stellen die Frösche ihr eigenes giftiges Hautsekret her. Dem Frosch selbst schadet das Sekret nicht, doch andere Tiere und sogar Menschen kann es töten. Das wissen auch die Indigenen des Regenwaldes - sie nutzen das Gift für die Jagd von Beutetieren, indem sie ihre Pfeilspitzen damit einreiben. So kamen die Pfeilgiftfrösche auch zu ihrem außergewöhnlichen Namen.

Sanfte Riesen im Regenwald

Die Gorillas aus den Regenwäldern des mittleren Afrikas sind die größten Menschenaffen. Sie werden bis zu 1,80 Meter groß und 200 Kilogramm schwer. Auf Bäume klettern Gorillas nur selten, lieber halten sie sich auf dem Boden auf. Als soziale Tiere leben Gorillas in Familiengruppen. In der Regel bestehen die Gruppen aus einem ausgewachsenes Männchen, dem Silberrücken, sowie mehreren Weibchen und ihren Jungtieren. Gorillas gelten als überaus friedlich. Die Weibchen kümmern sich die ersten drei Lebensjahre sehr fürsorglich und behutsam um ihre Jungen.

 

Fotonachweis: Özi's Comix Studio (Illustrationen), G. Lazzarini (Jaguar), K. Wothe (Kolibri, Pfeilgiftfrosch), OroVerde - E. Mannigel (Gorilla)

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