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Regenwälder sind seit mehreren tausend Jahren Lebensraum für viele Menschen. Diese nennen sich zum Beispiel in Süd- und Mittelamerika selbst auf Spanisch „pueblos originarios“ oder „pueblos indígenas“, auf Deutsch also „indigene Völker“. Diese indigenen Gruppen leben oft in enger Beziehung mit der Natur. Daher bedroht die fortschreitende Abholzung der Regenwälder nicht nur Tiere, Pflanzen und unser Klima, sondern auch die ursprünglichen Bewohner*innen und deren Kulturen.

Schon gewusst?

  • Über 300 Millionen Menschen auf der Welt zählen zu den Indigenen.
     
  • Es gibt über 4000 indigene Sprachen und Kulturen auf der Welt.

Wer sind Indigene?

Indigene sind Menschen, deren Vorfahren schon vor der Ankunft europäischer Kolonist*innen in einem Gebiet lebten. Sie unterscheiden sich in ihrer Kultur und teilweise auch ihrem Aussehen von der übrigen Gesellschaft. Häufig haben sie einen besonderen Bezug zu ihren Territorien und zur Natur. Daher werden sie manchmal auch als Ureinwohner oder Naturvölker bezeichnet.

Beispiele für indigene Völker sind die Maori in Neuseeland, die Samen in Finnland, Schweden und Norwegen oder die Kichwa in Ecuador.

 

Weil viele Bezeichnungen diskriminierend benutzt wurden und werden, gibt es immer wieder Diskussionen darüber, wie indigene Menschen „richtig“ benannt werden sollten. Wir haben uns entschieden, „indigene Völker“ - also die deutsche Übersetzung der spanischen Begriffe „pueblos originarios“ oder „pueblos indígenas“ - zu verwenden, weil sich so die meisten indigenen Menschen, mit denen wir zusammenarbeiten, selbst bezeichnen.

Im Einklang mit der Natur

Auch wenn indigene Kulturen sehr unterschiedlich sind, haben die meisten eine enge Beziehung zu ihrer Umgebung gemeinsam. Natur und Umwelt haben für sie eine große spirituelle Bedeutung  und sind mit vielen Traditionen und Mythen verbunden. Deshalb gehen sie achtsam mit ihnen um. Indigene Gruppen verfügen meist über ein reiches Wissen über die Tiere und Pflanzen ihrer Heimat.

Diesen Erfahrungsschatz geben sie von Generation zu Generation weiter. Sie kennen essbare PflanzenWurzeln und Früchte und wissen, welche Pflanzen als Heilmittel genutzt werden können. Indigene Gruppen im Regenwald haben sich an diesen Lebensraum angepasst und haben mit ihrer traditionellen Lebensweise einen Weg gefunden, im Einklang mit der Natur zu leben.

Indigene für den Regenwald - der Kampf der Kichwa

Die Kichwa leben in Sarayaku, Ecuador. Sarayaku liegt mitten im Regenwald Amazoniens. Auf dem Territorium der Kichwa gibt es große Erdölvorkommen - das lockt die Regierung und mächtige Konzerne, die den Regenwald abholzen, um das Öl fördern und verkaufen zu können, unter anderem nach Europa.

Die Kichwa versuchen, diese Eingriffe zu verhindern. Sie wollen den Regenwald auf ihrem Gebiet erhalten, denn der Wald ist ihre Heimat, untrennbar mit ihrer Kultur verbunden und auch der Lebensraum unzähliger Tier- und Pflanzenarten. Auch an vielen anderen Orten setzen sich indigene Gruppen gegen die zerstörerische Ausbeutung der Natur ein und sind deshalb oft Bedrohungen und Angriffen ausgesetzt.

Mehr über den Kampf der Kichwa erfährst du auf der OroVerde Projekt-Seite Junge Indigene für den Regenwald.

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Julia Schätzlein
Referentin
Bildung für nachhaltige Entwicklung
Telefon: 0228 24290-20
jschaetzlein[at]oroverde[dot]de

Fotonachweis: Özi's Comix Studio (Illustrationen), K. Wothe (Frauen, Hütten im Wald), Sarayaku - JS (Tanzende Menschen), OroVerde - B. Hesebeck (Haus mit Booten), Sarayaku (Kichwa-Mann mit Flöte)