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Brüllaffe

Brüllaffe

Brüllaffe © K. Wothe

Ordnung:
Die Brüllaffen gehören zur Ordnung der Primatengattung. Es gibt neun Arten der Gattung.

Familie:
Die Familie der Klammerschwanzaffen - der Wissenschaftliche Name ist Atelidae.

Verbreitung/Lebensraum:  
Brüllaffen leben in Zentral- und Südamerika, bis in den Norden von Argentinien sind sie weit verbreitet. Sie bewohnen die Baumkronen der Regenwälder, sind aber auch in Gebirgswäldern, trockenen Laubwäldern und sogar in Savannen zu finden. Brüllaffen leben in größeren Gruppen, die jeweils von einem starken Männchen angeführt werden. Damit eine Gruppe friedlich zusammen leben kann, muss sie aus dreimal so viele Weibchen wie Männchen bestehen, da unter den Männchen eine strenge Rangordnung herrscht.Das laute Brüllen, was sie auch zu ihrem Namen „Brüllaffen“ gebracht hat, setzen sie ein um sich mit anderen Gruppen zu verständigen. So können Streitereien um Nahrungsgebiete vermieden werden.

Aussehen:
Die Körper der Brüllaffen werden bis zu 90cm lang. Dazu kommt noch der Schwanz, der fast genauso lang wird wie der restliche Körper. Weibliche Brüllaffen wiegen 5kg, Männchen bis zu 9kg. Die Affen haben überall Haare, nur nicht im Gesicht. Ihr Hälse und Münder sind wie geschaffen für laute Schreie, was dem Brüllaffen seinen Namen gibt.

Ernährung:
Brüllaffen ernähren sich hauptsächlich von Blättern. Früchte und Samen werden aber auch gerne verspeist. Manchmal kommen sie auf den Boden um Erde zu fressen, da sich in ihr wichtige Mineralstoffe befinden und natürlich um Wasser zu trinken.

Vermehrung:
Nach der Paarung und einer Tragzeit von sechs Monaten bringt das Weibchen meist nur ein Junges zur Welt. Die Kleinen klammern sich die erste Zeit fest an den Bauch der Mutter, später werden sie dann auf dem Rücken getragen. Sie werden bis zu zehn Monaten gestillt. Die Mutter wird von den anderen Weibchen der Truppe bei der Aufzucht des Jungen unterstützt. Bei Anbruch der Geschlechtsreife mit drei bis vier Jahren, verlassen die Jungen die Gruppe, da es sonst zu Konflikten kommen kann.

Besonderes:
Das Brüllen der Brüllaffen gehört zu den lautesten Tönen des Tierreichs. Ihr Zungenbein und der Kehlkopf sind stark vergrößert und können so als Resonanzkörper dienen. Die Töne sind über eine Strecke von drei bis fünf Kilometer hörbar, je nach Windlage sogar noch weiter.
Eine andere Besonderheit der Brüllaffen ist der Greifschwanz. Die Innenseite der Schwanzspitze ist nackt und erinnert an eine Handinnenfläche. Damit können sie beim Klettern prima nach Ästen und Zweigen greifen, während sie Hände und Füße zum fressen benutzen.