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Gürteltier

Gürteltier

Gürteltier © K. Wothe

Ordnung:
Die Gürteltiere gehören zur Ordnung der Gepanzerten Nebengelenktiere (Cingulata).

Familie:
Die Familie der Gürteltiere besteht heute aus 20 Arten; der wissenschaftliche Name ist Dasypodidae.

Verbreitung/Lebensraum:
Gürteltiere leben vorwiegend im südlichen Teil Südamerikas, kommen aber auch in den südlichen Teilen Nordamerikas und Mittelamerika vor. Sie sind jedoch ausschließlich auf dem amerikanischen Kontinent verbreitet.

Aussehen:
Gürteltiere können bis zu einem Meter lang werden, wie zum Beispiel das Riesengürteltier. Dazu bringt es ein stattliches Gewicht von 60 Kilogramm auf die Waage. Das kleinste Gürteltier – der Gürtelmull – wiegt gerade mal 100 Gramm, mit seinen 15 cm Körperlänge. Fast die gesamte Körperoberfläche ist bei Gürteltieren gepanzert. Dieser Panzer besteht aus Horn- und Knochenplatten, die in der Haut gebildet werden. In der Körpermitte ist er etwas weicher und durch ein Ringmuster gekennzeichnet, daher der Name „Gürteltier“. Der Kopf hat eine schmale, spitz zulaufende Form. Die Ohren stehen ab, ähnlich wie bei Mäusen und die Augen sind sehr klein. Sie tragen lange, starke Krallen an ihren kurzen Beinen, um an ihr Fressen tief in der Erde zu gelangen. Der Bauch ist behaart, im Gegensatz zum restlichen Körper.

Ernährung:
Gürteltiere ernähren sich hauptsächlich von Insekten, Schnecken und Würmer. Sie sind nachtaktiv. Mit ihrem sehr guten Geruchssinn, machen sie sogar tief im Boden ihre Beute ausfindig und graben sie dann aus. Ihre blitzschnelle, klebrige Zunge hilft ihnen dabei, sogar an Würmer und Larven zu kommen, sie sich tief in ihre Erdgänge zurückziehen. Sie können bei diesem Manöver sogar bis zu sechs Minuten die Luft anhalten.

Vermehrung:
Gürteltiere leben in Erdhöhlen. Dorthin ziehen sich die Weibchen auch zurück um ihre Jungen zu bekommen, die ungefähr vier Monate nach der Paarung zur Welt kommen. Eine Art unter den Gürteltieren, das Neunbinden-Gürteltier, bekommt immer eineiige Vierlinge, das ist im Tierreich einzigartig und etwas sehr besonderes. Die ersten Wochen haben die Jungen nur eine feste Haut, die mit kleinen Hornschuppen übersät ist. Diese Hornschuppen verhärten sich mit der Zeit und werden zu festen Knochenplatten. In Gefangenschaft können Gürteltiere bis zu 30 Jahre alt werden.

Besonderes:
Dank seines Plattenartigen Schutzmantels können sich die Gürteltiere bei Gefahr blitzschnell zusammen ziehen. Selbst ein ausgewachsener Jaguar hat Mühe diesen Panzer zu durchbeißen. Zusätzlich können sie sich mit ihren starken Krallen auch in kürzester Zeit in den Boden graben.