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Krokodil

© K. Wothe

 

Krokodil

 

Ordnung:
Die Ordnung der Krokodile (Crocodilia) umfasst zusammen mit den Vögeln die letzten Überlebenden der Archosaurier.

Familie:
Man unterscheidet drei Familien: Echte Krokodile (Crocodylidae), Alligatoren (Alligatoridae) und Gaviale (Gavialidae). Der wissenschaftliche Name ist Crocodilia.

Verbreitung/Lebensraum:
In Europa sind Krokodile schon vor sehr langer Zeit ausgestorben. Heutzutage besiedeln sie die Feuchtgebiete Australiens, Asiens, Afrikas und des amerikanischen Kontinents. Sie leben vorwiegend im Süßwasser. In Flussmündungen an der Küste fühlen sie sich aber auch im Brackwasser wohl. Das australische Leistenkrokodil bildet eine Ausnahme und lebt im Meer, also im Salzwasser.

Aussehen:
Das wohl auffälligste Merkmal der Krokodile ist das lange flache Maul. Augen und Nasenlöcher sitzen sehr weit oben am Kopf, da Krokodile die meiste Zeit im Wasser verbringen und ihrer Beute auflauern. Ihr Körper ist sehr flach gebaut und sie besitzen einen kräftigen Schwanz, der seitlich abgeflacht ist. Durch diese Form können sie ihn als Ruder benutzen, was ihnen das schnelle Vorankommen im Wasser ermöglicht. Krokodiele können bis zu sieben Meter lang werden. Ein harter Knochenpanzer, der direkt unter der Haut liegt,  bedeckt den ganzen Körper. Auf dem Rücken wird er durch Knochenplatten besonders verstärkt. 

Ernährung:
Krokodile ernähren sich vorwiegend von Fleisch. Sie verfügen über einen sehr ausgeprägten Seh- und Geruchssinn. Die meiste Zeit der Jagd verbringen sie lauernd, oft bis zu den Nasenlöchern im Wasser versteckt. Am Kiefer tragen sie feine Druckrezeptoren, mit denen sie feinste Druckveränderungen im Wasser wahrnehmen können. Trotz ihres relativ plumpen Körperbaus sind sie dazu in der Lage sich im Wasser nahezu geräuschlos zu bewegen. Haben sie ein Opfer gefunden, können sie mit Hilfe ihres kräftigen Schwanzes blitzschnell aus dem Wasser schnellen und zupacken. Durch ihren muskulösen Kiefer werden die Zähne tief in die Beute gejagt. Sie sind bei ihrer Jagd nicht besonders wählerisch und fressen so gut wie alles, was ihnen zwischen die Zähne kommt.

Vermehrung:
Krokodile bauen wie ihre nahen Verwandten Nester, in die sie ihre Eier legen. Es gibt verschiedene Formen der Nester. Manche graben einfach ein Loch, andere bauen einen Hügel aus Pflanzenmaterial um und über die Eier. In den Hügelnestern entsteht die Brutwärme durch die Gärung der pflanzlichen Stoffe und in den Löchern in der Erde trät die Sonne zur richtigen Temperatur bei. Je nach Temperatur in den Nestern entwickeln sich männliche oder weibliche Jungen. Bei Temperaturen um die 30°C entstehen eher Weibchen, bei 34°C entstehen eher Männchen. Die Nester werden von der Mutter streng bewacht. Durch lautes Piepen der Jungen im Ei, weiß sie, wann diese Schlüpfen und hilft ihnen aktiv dabei. Oft werden die Kleinen auch im Maul der Mutter zum Wasser getragen. Sie bleibt ständig bei den Jungen um sie vor Feinden, wie Greifvögel; Reiher und größere Säugetiere.

Besonderes:
Das Krokodil ist vom Aussterben bedroht! Die Haut der Krokodile wird gerne für verschiedene Gegenstände, wie zum Beispiel Handtaschen, Schuhe und Gürtel genutzt und das Fleisch erfreut sich leider immer größere Beliebtheit bei den Menschen. Dazu kommt, dass der Mensch immer weiter den Lebensraum der Krokodile zerstört.