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Maniok

© A. Enke

 

Maniok

Ordnung:
Der Maniok gehört zur Ordnung der Malpighienartigen (Malpighiales).

Familie:
Er gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae), der wissenschaftliche Name ist Manihot esculenta.

Verbreitung/Lebensraum:
Der Anbau der Pflanze ist heute wegen ihrer stärkehaltigen Wurzelknollen weit in den Tropen und Subtropen verbreitet. Ursprünglich stammt sie aus dem heutigen Brasilien und Paraguay.

Aussehen:
Maniok ist eine ausdauernde, mehrjährige Pflanze, die in Form von drei bis vier Meter hohen Sträuchern wächst. Die fingerförmigen mittelgrünen Blätter sitzen an langen Stielen. Sie trägt unscheinbare kleine Blüten. Geerntet werden die Blätter und die wenig verzweigten Wurzeln des Manioks. Die Wurzeln sind bei der Ernte zwischen 20 und 50, manchmal sogar bis zu 100 cm lang und bestehen aus einer dünnen, braunen Haut und weißem Fleisch. Gekocht ist sie sehr nahrhaft und enthält extrem viele Kohlenhydrate. Die Blätter sind eine wichtige Vitamin- und Proteinquelle. Da man Maniok nicht gut lagern kann, müssen die Wurzeln so schnell wie möglich weiterverarbeitet werden. Oft wird Stärkemehl aus den Wurzeln gewonnen, das sogenannte Tapioka oder Gari, der Maniokgrieß aus der nordafrikanischen Küche. Im rohen Zustand sind die Wurzeln giftig.

Besonderes:
Durch die Portugiesen kam die Maniokpflanze im 15. Jahrhundert nach Westafrika und von dort verbreitete sie sich schnell weiter bis nach Ostasien.
Bei einigen alten indigenen Völkern einiger lateinamerikanischer Länder, hieß es, dass die Nunkui, die Erdgöttinnen, den Maniok zum wachsen bringen. Sie seien sehr scheu hieß es, daher war die Feldarbeit Frauensache, da die Männer die Nunkui verscheuchen könnten.