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Paranuss

Paranuss

Paranuss ©OroVerde

Ordnung:
Der Paranussbaum gehört zur Ordnung der Heidekrautartigen (Ericales).

Familie:
Er gehört zur Familie der Topffruchtbaumgewächse (Lecythidaceae), der wissenschaftliche Name ist Bertholletia.

Verbreitung/Lebensraum:
Der Paranussbaum hat seinen Ursprung im Amazonasgebiet Südamerikas, von dort hat er auch seinen Namen: Pará ist ein brasilianischer Bundesstaat, der in diesem Gebiet liegt. Der heutige Name dieses Ortes ist Belém. Sie sind jedoch auch in Kolumbien, Venezuela, Peru, Bolivien und anderen Gebieten Mittel,- und Südamerikas und sogar in Asien verbreitet und wachsen entlang der größerern Flüsse.

Aussehen:
Der Paranussbaum ist ein 40 – 50 m hoher, mächtiger Baum und gehört mit zu den größten Pflanzen des tropischen Regenwaldes Südamerikas. Er besitzt einen langen, glatten und relativ astfreien Stamm mit einer ausladenden, endständigen Krone. Die dunkelgrünen, ovalen Blätter erreichen eine Länge von 60 cm. In der Blütezeit, die meist gegen Ende der Regenzeit beginnt, trägt der Baum gelbe, große Blüten. Diese Blüten sind sehr kräftig gebaut und es ist nur einer Bienenart, der Orchideenbiene, möglich die Blüte zu bestäuben. Nachdem dies geschehen ist bildet sich die Kapselfrucht aus. Sie kann einen Durchmesser von 30 cm und ein Gewicht von drei Kilogramm erreichen. Innerhalb dieser Frucht liegen 15 - 30 Samen (die Paranüsse) fächerartig angeordnet. Sie sind mit einer braunen, holzigen und sehr harten Schale geschützt. Der Paranussbaum ist auf Tiere angewiesen, die die Frucht knacken können und die Samen somit verbreiten. Da der Baum ein Alter von 500 Jahren erreichen kann, dauert es dementsprechend lange, bis er zum ersten Mal blüht und Früchte trägt.

Besonderes:
Nach der Paranuss, ist der Paranuss-Effekt benannt. Diesen kannst Du bei deinem Müsli feststellen. Schüttelt man die Müslipackung kräftig, sind nachher die großen Stücke, z.B. Nüsse, oben. Verantwortlich für die Entmischung der unterschiedlich großen Bestandteile ist der Transport. Durch die rüttelnde Bewegung entstehen kurzzeitig Hohlräume, in die bevorzugt die kleineren Bestandteile des Müslis rutschen. Die größeren passen nicht hinein, so dass sie effektiv nach oben „wandern“, je länger man schüttelt.