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Tapir

Tapir

Junger Tapir © E. Mannigel

Ordnung:
Der Tapir gehört zur Ordnung der Unpaarhufer (Perissodactyla), die nur eine Gattung, Tapirus, mit vier Arten umfasst.

Familie:
Er gehört zur Familie der Tapire, der wissenschaftliche Name ist Tapiridae.

Verbreitung/Lebensraum:
Von den insgesamt vier Tapirarten leben drei in Mittel- und Südamerika: Flachlandtapir, Bergtapir, Mittelamerikanischer Tapir. Eine Art lebt in Südostasien, der Schabrackentapir. Alle vier Arten haben gemeinsam, dass sie Wäldern bewohnen - vorwiegend die tropischen Regenwälder.

Aussehen:
Trotz der nahen Verwandtschaft zu den Pferden und Nashörnern, erinnern Tapire vom Aussehen her, eher an Wildschweine. Bis auf den südostasiatischen Schabrackentapir, dessen Fell schwarzweiß gemustert ist, tragen alle ein braunschwarzes Fell. Ähnlich wie bei den Wildschweinen, besitzen die Jungen weiße Streifen und Punkte in ihrem Fell, dies dient der Tarnung. Der Schabrackentapir kann bis zu 120 cm hoch und 250 cm lang werden und dabei ein Gewicht von 300 Kilogramm erreichen. Die amerikanischen Arten sind etwas kleiner und zierlicher. Sie haben einen schwerfällig wirkenden Körper mit schmalen Beinen. An den Vorderbeinen tragen sie vier Zehen, an den Hinterbeinen sind es drei. Ein typisches Merkmal ist der Greifrüssel an der Spitze des länglichen gewölbten Kopfes, er wird aus Oberlippe und Nase gebildet und dient als sehr bewegliches Werkzeug.

Ernährung:
Tapire fressen hauptsächlich Blätter, dünne Zweige und junge Triebe. Dabei können sie sehr wählerisch sein und mit ihrem stark ausgeprägten Geruchssinn und ihrer langen Zunge suchen sie sich sorgsam ihr Lieblingsgrün. Gerne fressen sie auch mal Beeren und Früchte, dazu können sie ihren Rüssel schmal zusammenziehen um nach Beeren zu greifen und sie sich in den Mund zu schieben.

Vermehrung:
Nach der Paarung trägt das Tapir-Weibchen knapp über ein Jahr und bringt dann meist nur ein Junges zur Welt. Tapire sind nicht an besondere Paarungszeiten gebunden. Die Jungen sind zwischen vier und sieben Kilogramm schwer und tragen die charakteristischen weißen Streifen auf dem rehbraunen Fell. Diese Färbung verschwindet nach circa sechs bis sieben Monaten. Bis zu  elf Monaten werden sie von der Mutter gesäugt und mit drei Jahren werden sie selber geschlechtsreif.

Besonderes:
Tapire sind stammesgeschichtlich verhältnismäßig alte Säuger, die ältesten Fossilien stammen aus dem Eozän (endete vor 33,9 Millionen Jahren) Nordamerikas.  Der größte Tapir (Megatapirus) existierte einst in Ostasien und war so groß wie ein Pferd.