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Nutzen der Regenwälder

Wie können wir die Regenwälder nutzen?

Der Tropenwald ist doch so weit weg, was hat er also mit uns hier zu tun? Eine ganze Menge!

6 gute Gründe, die Regenwälder zu schützen:

  1. Regenwälder beherbergen etwa 2/3 aller Tier- und Pflanzenarten weltweit.
  2. Regenwälder sind Apotheken, sie sind eine Fundgrube für Arzneien und medizische Produkte. Jedes vierte Medikament enthält Stoffe, die aus Waldpflanzen entwickelt werden.
  3. Regenwälder sind Wasserspeicher. Sie trieben den Wasserkreislauf an, schützen vor Dürrekatastropen und generieren die Regenmassen, die anderswo auf der Welt z.B. Landwirtschaft erst ermöglichen.
  4. Regenwälder sind Samenbänke. Viele unserer Nutzpflanzen sind tropischen Ursprungs, z.B. kommen Tomaten, Mangos, Papayas oder Kokosnüsse aus den Tropen. Wir können mit ihrer Hilfe Pflanzen rückzüchten und so vor Krankheiten oder Pilzen bewahren.
  5. Regenwälder sind Klimaregulatoren. Wo auch immer die tropischen Regenwälder zerstört werden, werden enorme Mengen CO2 freigesetzt, was den welterweiten Treibhauseffekt weiter anheizt.
  6. Regenwälder sind ein Vorbild. Pflanzen und Tiere dienten schon immer als Vorbild für technische Geräte: Das Fliegen wurde den Vögels abgeschaut, und der Lotuseffekt auf Autos schaute man der Lotusblume ab.

Prima Klima

Die Tropen sind maßgeblich dafür verantwortlich, wie die Luftströmungen der Erde verlaufen. Bisher kann niemand genau sagen, wie sehr sich das Klima ohne Tropenwälder wandelt. Wissenschaftler gehen aber davon aus, dass sich zumindest die regionalen Klimaverhältnisse, die sich über Jahrtausende eingespielt haben, verändern. Wie sich das Klima weltweit entwickelt, ist nur schwer vorherzusehen.

Auf den Kohlendioxid-Gehalt der Atmosphäre haben gesunde Tropenwälder keinen Einfluss, denn die Pflanzen nehmen bei der Fotosynthese genauso viel Kohlendioxid wieder auf, wie die Tiere abgeben. Großflächige Rodungen aber unterbrechen diesen geschlossenen Kreislauf - mit verheerenden Folgen. Waldbrände z.B. setzen gewaltige Mengen Kohlendioxid frei, die zuvor im Tropenwald gespeichert waren. Über 11% der weltweiten CO2-Emissionen sind auf die Vernichtung der Tropenwälder zurück zu führen!

Mehr zum Klimawandel erfährst du hier!

© K. Wothe
© E. Mannigel

Der Regenwald im Einkaufswagen

Die Tropen sind nicht nur für unser Klima wichtig, sondern sie sind auch die größten biologischen Schatzkammern unserer Erde. Tagtäglich nutzen wir diesen Reichtum ganz selbstverständlich - oft ohne es zu wissen.

In unserem Einkaufswagen landen Früchte wie Ananas, Mangos, Melonen und Papayas ebenso wie Kaffee und Kakao oder Gewürze von Chili bis Zimt - allesamt tropischen Ursprungs. Schokolade oder Erdnussflips wären ohne die Tropen gar nicht denkbar und in der Getränkeabteilung würden Cola und zahlreiche Säfte im Regal fehlen.

Auch wenn wir uns waschen, Autofahren, oder auf den Gartenmöbeln sitzen, nutzen wir den Reichtum der Tropen - die Reifen sind aus Kautschuk, die Seife aus Palmöl und die Möbel oft aus Rattan oder Tropenholz hergestellt. Diese Liste ließe sich noch lange fortsetzen.
Übrigens: Auch unsere Kartoffel stammt ursprünglich aus den Tropen.

Mehr dazu erfährst du in der Rubrik "Bedrohungen für den Regenwald".

Kakao © K. Wothe
© B. Hesebeck
© B. Hesebeck

Die Regenwald-Apotheke

Schon seit langem haben sich die Menschen der Natur bedient, um Beschwerden zu lindern und Kranke zu heilen. Gerade der Regenwald ist eine riesige Naturapotheke mit noch sehr vielen unerforschten Heilpflanzen. Er beherbergt 2/3 aller weltweit vorkommenden Tier- und Pflanzenarten. Viele der Pflanzenarten enthalten zahlreiche Inhaltsstoffe: Stoffe, die Wunden heilen, Schmerzen lindern, aber auch als Drogen gefährliche Wirkungen haben oder sogar töten können. So finden Forscher immer wieder bisher unentdeckte Substanzen, die sie in ihren Laboren niemals entwickeln könnten. Vielleicht ist ja auch demnächst ein Mittel gegen bisher unheilbare Krankheiten dabei!

Auch die Kosmetik-Branche folgt dem Trend "Zurück zur Natur" und entdeckt die Tropen. Inhaltsstoffe aus Ingwer, Süßholz, Mangos, Papayas oder Ananas finden sich in Gesichts- und Körpercremes. Angeblich schützen sie vor Hautalterung. Öle aus der Kokosnuss z.B. sollen helfen, Feuchtigkeitsverluste der Haut zu vermeiden.

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