Mit Kaffee den Regenwald retten!

Kaffee

Beliebte Bohne aus dem Regenwald

Wahrscheinlich ist es das Regenwaldprodukt, mit dem fast jeder täglich in Berührung kommt - die Kaffeebohne! Von Afrika aus begab sie sich ab dem 16. Jahrhundert auf Siegeszug um die Welt. Hauptanbauländer sind heutzutage Brasilien, Vietnam, Kolumbien und Indonesien. Das liegt vor allem daran, dass der Kaffesstrauch am besten bei den feuchten, konstant warmen Temperaturen der Tropen gedeiht. Große Temperaturschwankungen, Hitze oder zu starke Sonneneinstrahlung bekommt ihm nicht. Deshalb wurde Kaffee ursprünglich immer unter Schattenbäumen angepflanzt.

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Fakten zur Spende

Von der Kaffeekirsche zum Wachmacher

Bis der Kaffee als erquickendes Heißgetränk aufgebrüht wird, haben die Kaffeebohnen einen langen Weg hinter sich. Frisch am Kaffeestrauch sind dessen kernhaltigen Steinfrüchte übrigens rot und werden Kaffeebohnen oder-kirschen genannt. Diese müssen nun schnell weiterverarbeitet werden. Es gibt unterschiedliche Wege, das Fruchtfleisch der Kaffeekirsche zu entfernen, aber meist geschieht dies durch Trocknung. Dazu werden die Kaffeekirschen auf einer größeren Fläche ausgebreitet und längere Zeit unter regelmäßigem Wenden getrocknet. So können im Anschluss ganz leicht das Fruchtfleisch und die Häutchen, die um den Samen liegen, abschält werden. Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Röstung: Die Röstdauer und Temperatur haben einen wichtigen Einfluss auf den späteren Geschmack des Kaffees. Um in den Genuss des Kaffees zu kommen, müssen die gerösteten Bohnen nun nur noch gemahlen und aufgebrüht werden. Eigentlich fantastisch, wie jemand darauf gekommen ist, oder?

Waldgärten mit ihrer Vielfalt an Regenwaldbäumen und Nutzpflanzen, wie Kaffee, Banane und Kakao, bilden ein wichtiges Rückzugsgebiet für viele Tierarten. Zugleich ermöglichen sie ein nachhaltiges und waldschonendes Einkommen für die lokale Bevölkerung. Für OroVerde sind Waldgärten deshalb ein bedeutender Baustein in unseren Waldschutzkonzepten. 

Dr. Elke Mannigel, Teamleiterin internationale Projekte

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Triste Monokultur statt biodiverser Waldgärten

Da der Kaffeestrauch recht anspruchsvoll ist, was Temperatur, Bodenbeschaffenheit und Niederschlagsmenge angeht, wurde der Kaffee traditionell im Schatten und Schutz größerer Bäume angepflanzt – natürlich auch unter natürlich wachsenden Regenwaldbäumen. Da aber durch diese Anbauform weniger Kaffee angebaut werden kann und auch die Reifezeit etwas länger dauert, werden Kaffeebäume mittlerweile in großen Monokulturplantagen gepflanzt, ohne Schattenbäume oder anderen Bewuchs, der für die traditionellen „Waldgärten“ typisch ist. Dies hat einen erheblichen Einfluss auch auf die Regenwälder, da diese für die Plantagen gerodet werden. Während in den Waldgärten noch eine große Vielfalt der Biodiversität herrschte, finden sich auf Plantagen kaum noch Arten. Auch viele wichtige Nützlinge fehlen, die den Kaffeeschädlingen den Garaus machen könnten. Deshalb greifen die Kaffeebauern auf schädliche Pestizide und Dünger zurück.

Schon gewusst?
  • Zwar gibt es etwa 60 verschiedene Kaffeesorten, doch nur zwei davon spielen auf dem Weltmarkt eine Rolle: Zum einen Coffea Arabica, die als Hochlandgewächs in Höhenlagen bis 1200 Metern wächst und deren langsamer reifende Kaffeekirschen einen als aromatischer geltenden Kaffee liefern. Coffea Robusta dagegen ist ertragreicher und weniger empfindlich bei der Ernte.
  • Das Fruchtfleisch der Kaffeekirsche schmeckt fruchtig-süß.
  • Der größte Feind des Kaffeebauern ist der Kaffeekirschenkäfer. Dieser legt seine Eier in die Kirsch, von deren Fruchtfleisch sich die Larven später ernähren. Kaffeerost - ein Pilz der die Kaffesträucher befällt - sorgt für Ernteausfälle mit  enormem wirtschaftlichen Schaden. In Monokulturen können sich solche Pflanzenkrankheiten stärker ausbreiten. Ein wichtiges Plus für den Anbau in biodiversen Waldgärten!

Mit Kaffee den Regenwald retten

Ja, richtig gelesen: Mit Kaffee können Sie den Regenwald schützen! Allerdings wird dieser dazu nicht kannenweise getrunken, sondern in den OroVerde-Projektgebieten z.B. in Guatemala oder der Dominikanischen Republik als Bäumchen in Waldgärten angepflanzt. So helfen Sie, die Lebensbedingungen der Familien zu verbessern und weiteren Rodungen vorbeugen. In Kursen und Workshops erlernen zahlreiche Kleinbauern zudem die Grundlagen und Techniken für die nachhaltige Produktion und Vermarktung von Kakao und Kaffee. Manchmal ist auch schnelle Hilfe wichtig: 2014 vernichtete der Kaffeerost-Pilz die Kaffeepflanzen der Bauern in der Dominikanischen Republik. Mit Hilfe von OroVerde wurden bisher auf über 50 Parzellen Bio-Kakao-Bäume und Bio-Kaffee-Sträucher im waldschonenden Agroforstsystem ausgepflanzt, um den Familien wieder eine Einkommensquelle zu ermöglichen. Sind Sie dabei? Dann unterstützen Sie unsere Projekte mit Ihrer Spende!

 

Fragen? Sprechen Sie uns an!

Andrea Steingrebe & Nina Burkhardt
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