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Das war 2018: Ein Jahresrückblick auf 12 Monate Regenwaldschutz

2018 war ein abwechslungsreiches und erfolgreiches Jahr für OroVerde! Durch verschiedenste neue Projekte konnten wir den Regenwaldschutz auf ganz unterschiedlichsten Ebenen voran bringen. Sei es der Relaunch, mit Hilfe dessen unsere Webseite nun auf dem neuesten Stand der Technik ist und um einige spannende Inhalte reicher oder das neue WasserWald-Projekt, mit dem wir in gleich vier Ländern gleichzeitig aktiv sind. Und das ist noch längst nicht alles, was sich in 2018 bei uns getan hat.

Im letzten Jahr hat sich bei uns viel verändert. Nicht nur, dass wir mit Hilfe neuer Kollegen und Kolleginnen ein Stückchen gewachsen sind, wir konnten auch einige sehr spannende Projekte starten.
Ein Großprojekt fand 2018 jedoch endlich seinen Abschluss: Der Relaunch unserer Webseite! Gerade in Zeiten von Fake News ist es wichtig, dass Verbraucher schnell und unkompliziert die wichtigsten Daten und Fakten sowie Tipps für ihren Alltag finden. Doch neben der inhaltlichen Herausforderung galt es auch, den technischen Anforderungen für Smartphone & Co gerecht zu werden. So überzeugt unsere neue Webseite nun durch einen modernen Look und kann auch unterwegs mit mobilen Geräten problemlos durchstöbert werden.

Regenwaldschutz im Jahresrückblick

Auf der neuen Homepage fanden in 2018 auch einige neue Projekte Platz. Mit Hilfe des WasserWald-Projektes sind wir von OroVerde erstmal in vier Ländern gleichzeitig aktiv. 
In der Dominikanischen Republik, Guatemala, Kuba und Mexiko analysieren und entwickeln wir gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort in vier Wassereinzugsgebieten mit der lokalen Bevölkerung Maßnahmen zur ökosystembasierten Anpassung an den Klimawandel. Zudem nimmt WasserWald eine ökonomische Bewertung der „Dienstleistungen“ der Ökosysteme vor, erarbeitet innovative finanzielle Instrumente zur Umsetzung der Maßnahmen, setzt auf Partnerschaften mit relevanten Akteuren und trägt die Erfahrungen in die Breite - von lokaler bis internationaler Ebene.

Auf anderen, aber nicht minder wichtigen, Ebenen bewegt sich das Jugend-Projekt im Nationalpark Sierra del Lacandón im Norden Guatemalas. Lokale Jugendgruppen sollen mit Hilfe dieses Projektes in ihren nachhaltigen Ideen gestärkt werden und gleichzeitig von Experten lernen können. Die ersten Produkte sind bereits entstanden und die Jugendlichen sind voller Tatendrang. Besonders in der Region des Nationalparks ist es wichtig, eine stabile Basis für den langfristigen Schutz des Regenwaldes zu schaffen.

National viel bewegen

Auch im Bildungsbereich sind wir weiterhin aktiv und konnten in 2018 gleich mit mehreren Projekten neu starten: „Systeme verstehen - Keine Angst vor Komplexität" entwickelt Methoden, die helfen die Komplexität, hinter Themen wie Klimawandel, Artenvielfalt oder globaler Konsum besser zu verstehen. Viele verwirrende Informationen führen häufig dazu, das Thema komplett zu verdrängen, zu vermeiden oder sich nur einen kleinen Informationsschnipsel aus der Fülle an Daten und Fakten herauszusuchen. Dabei ist es gerade jetzt wichtiger denn je, Jugendlichen Systemdenken altersgerecht zu vermitteln. Mit Hilfe spannender Unterrichtsmaterialien und innovativer Umsetzung des Themas in den Sozialen Medien gibt das Projekt Anstöße zum systemischen Denken. 

Um Inhalte wie Konsum und Regenwald im Alltag noch näher an die Schüler zu bringen, startete im März das Projekt „Regenwald im Einkaufswagen". Dabei gehen wir mit insgesamt 40 expertengeführten Workshops an Schulen im Köln/Bonner Raum. Was hat der Regenwald mit mir zu tun? Warum steckt in einem Stück Schokolade auch ein Stück Regenwald? Solche und weitere Fragen rund um unseren Konsum werden in den Workshops beantwortet. Die Jugendlichen gehen nicht nur in den Dialog mit ihren Mitschülern, sondern auch mit unserer Expertin. Nachahmung empfohlen: Die Materialien der Vorträge stehen zum kostenlosen Download auf der Projektseite bereit.

Ebenfalls neu seit 2018: Printmaterialien rund um das Thema Soja & Fleisch. Im Rahmen des Bildungsprojektes „Huhn frisst Jaguar?!" entwickelten wir neben den drei verschiedenen Comics auch ein passendes Unterrichtsmaterial zum Thema. Mit Hilfe dessen vermitteln Lehrer Schülern ab Klasse 7 das Wissen rund um Fleisch und Soja besonders leicht verständlich.
Zwei Flyer (für Jugendliche und Erwachsene) runden die Materialien ab. Sie geben zielgruppengerecht einen kurzen Überblick über das Thema und helfen dabei, die Hintergründe sowie die Ausmaße unseren Fleischkonsums besser zu verstehen.

Staatssekretäre zu Besuch in OroVerde-Projektgebieten

Im Mai kündigte sich ein wichtiger Besuch in einer der Regionen des WaldGewinn-Projektes an: BMU-Staatssekretär Jochen Flasbarth besuchte das Bonn Challenge Treffen in Guatemala Stadt und fuhr anschließend mit einer kleinen Delegation auch in das OroVerde-Projektgebiet. Er konnte sich vor Ort ein Bild von den Fortschritten des Projektes machen und griff dann sogar selbst zur Honigschleuder als es darum ging, die nächste Honigernte in den Gemeinden zu starten. 
Und auch auf Kuba bekam eines unserer Projektgebiete Besuch eines BMU-Staatssekretärs: Der parlamentarische Staatssekretär Florian Pronold besuchte den Alexander-von-Humboldt-Nationalpark auf Kuba und interessierte sich dabei besonders für das WasserWald-Projekt. Wir haben uns sehr über die Besuche gefreut und sind gespannt, welcher Besuch sich als nächstes ankündigt.

Ein echter Schokoladen-Guru und die erste Kakaoernte 

Anfang des Jahres besuchte Georg Bernardini, Schokoladenexperte aus Bonn, das WaldGewinn-Projekt in Guatemala. Er konnte sich vor Ort von der Diversität der Anbauflächen überzeugen und war beeindruckt, wie viele verschiedene Pflanzenarten hier auf einer Fläche gemeinsam wachsen und wie viel Arbeit die Kleinbauern-Familien in ihre Kakaoernte stecken. Der Besuch wurde gleich dafür genutzt, die neuen Kakao-Weiterverarbeitungsanlagen einzuweihen. Diese sollte dann im Herbst auch ihre volle Auslastung finden: Die erste große Kakaoernte des WaldGewinn-Projektes konnte mit Hilfe einiger Spender finanziert werden. So wurde das wichtige Arbeitskapital aufgebracht, das die neu gegründete Kooperative der Kleinbauern benötigte, um allen Familien direkt bei der Abgabe der Ernte dieselbige auch zu bezahlen. Ein großer Fortschritt, denn so können mit Hilfe des weiterverarbeiteten Kakaos bessere Preise erzielt werden und die Kleinbauern sind nicht mehr auf die Zwischenhändler angewiesen. Doch das ist erst der Anfang. Unser Partner vor Ort, Heifer International Guatemala und Defensores de la Naturaleza, arbeiten daran, die Wertschöpfungskette weiter zu entwickeln.

Kurz und knapp

Und was ist sonst noch bei OroVerde passiert? Natürlich waren wir auch außerhalb des Büros aktiv: So läuft z.B. die Ausstellung „Hier und da" auf Hochtouren und war in 2018 so gut wie ausgebucht! 
Außerdem kamen wir zum Tag der offenen Tür der Villa Hammerschmidt und des Bundesentwicklungsministeriums in Bonn, bei dem rund 14.000 Besucher im Juni das Gelände rund um die Villa besuchten. Spannende Gespräche und interessierte Bonner Bürger war das Fazit, das unsere Kolleginnen am Ende des Tages mit nach Hause nahmen. 
Unseren Expertenstatus im Bereich Kakao & biodiverse Anbauflächen konnten wir bei der Themenwoche "Schokolade und Kakao - Nachhaltig und Fair!“ im Schokoladenmuseum Köin unter Beweis stellen. Neben einem Infostand und Workshops für Schüler und interessierte Besucher waren wir auch beim Expertenworkshop zum Thema vertreten und freuten uns über den regen Austausch.

Neue Herausforderungen im Regenwaldschutz warten schon

Nicht zuletzt die Diskussionen auf der Klimakonferenz und dem Global Landscape Forum Ende 2018 haben es gezeigt: Wir sind noch lange nicht am Ende und es gibt noch viel zu tun für langfristigen Regenwald- und Klimaschutz! Auch in 2019 stehen weitere Herausforderungen an, die wir gerne annehmen. Seien Sie mit dabei und begleiten Sie uns auf diesem Weg: Unterstützen Sie OroVerde z.B. mit einer Spende!