Spendenprojekt mit indigener Gemeinschaft-Sarayaku-Ecuador

Indigene für den Regenwald

Grüner Wald statt schwarzes Gold!

Es ist ein Kampf wie David gegen Goliath: Seit Jahrzehnten wehren sich die indigenen Kichwa aus Sarayaku gegen mächtige Erdölkonzerne und staatliche Instanzen. Die Kichwa wollen keine Erdölförderung auf ihrem Territorium. Vielmehr wollen sie den Regenwald auf ihrem Gebiet erhalten und im Einklang mit ihm leben. 

Spenden Sie

für den Regenwald­schutz in Ecuador

EUR
Fakten zur Spende

In ihrem Kampf für den Regenwald als Lebensraum und Heimat konnten die Kichwa schon einige große Erfolge verzeichnen. Zum Beispiel gewannen sie in einem weltweit beobachteten Prozess gegen den Staat Ecuador. Außerdem erarbeiteten sie das Konzept der „Lebenden Wälder“ – eine neue Kategorie von Schutzgebieten, die von den Indigenen selbst verwaltet wird. Nun gilt es, dieses Konzept vollständig in die Praxis umzusetzen und das Territorium von Sarayaku als „Lebenden Wald“ unter Schutz zu stellen. OroVerde hilft den Kichwa dabei. Helfen Sie mit!

Ihre Spende bewegt etwas!

Ihre Spende geht direkt an die Gemeinde Sarayaku. Damit bringen Sie das innovative Konzept der „Lebenden Wälder“ weiter voran, helfen dabei es anerkennen zu lassen und in die Praxis umzusetzen. Dazu gehört z.B., das Territorium von Sarayaku genau zu vermessen und zu markieren sowie seine Grenzen und Jagd-freien Zonen von eigens geschulten Waldwächtern zu überwachen. Um selbst weniger Wildtiere jagen zu müssen, werden die Kichwa ein Kleintierzuchtprogramm durchführen. Auch eine bestehende Tapir-Pflegestation wird erneuert.

Aber es bedarf auch wissenschaftlicher und juristischer Beratung, um das Territorium von Sarayaku als Schutzgebiet auszuweisen. Und genauso gilt es, eine breite Öffentlichkeit für die Schutzbemühungen von Sarayaku zu begeistern, und so politischen Druck aufzubauen. 

OroVerde benötigt für dieses langfristige Großprojekt einen Eigenanteil von insgesamt über 200.000 €, den es zu finanzieren gilt. Ihre Beiträge werden z. B. benötigt für:                   

  36 €
            
kostet ein Zuchtpaar von Pakas. Diese heimischen Nagetiere lassen sich recht einfach züchten und halten. Damit wird der Jagddruck auf Wildtiere reduziert.
            

130 €

            
            

kostet z.B. ein detailliertes und aktuelles Satellitenbild. Dieses hilft das Territorium von Sarayaku genau zu vermessen und zu markieren.

            
165 €

kosten Ausstattung und Ausrüstung eines Waldwächters. Diese kontrollieren die Grenzen des Territoriums und überwachen, dass Schutzgebiete und Schonzeiten für Wildtiere respektiert werden.

Die Kichwa von Sarayaku leben östlich der Anden in der ecuadorianischen Provinz Pastaza mitten im Amazonas-Regenwald. Auf über 95% ihres Territoriums am Fluss Bobonaza stehen noch intakte, wenig erforschte Urwälder. Diese sind der Lebensraum für unzählige spannende Pflanzen- und Tierarten, darunter auch die äußerst seltenen Tapire, Jaguare und Wollaffen. Ein exotisches und faszinierendes Paradies, das geschützt werden muss!

Doch auf dem Territorium von Sarayaku gibt es auch große Ölvorkommen. Diese wollen die staatliche und internationale Ölfirmen schon seit längerem fördern. Sie versuchten deshalb, das Volk der Kichwa einzuschüchtern und zu spalten. Davon ließen sich die Indigenen aber nicht entmutigen, und ihre Parole ist klar: Lebende Wälder statt Erdöl.

OroVerde unterstützt die Bewohner von Sarayaku schon seit 2003 dabei, ihre Rechte auf friedliche Weise zu verteidigen und ihre Lebensweise selbst zu bestimmen. Die Kichwa verschließen sich nicht dem Fortschritt. Allerdings wissen sie um die Bedeutung des Waldes für ihre Zukunft und kulturelle Identität. Ihr Konzept der „Lebenden Wälder“ zeigt einen Weg, wie indigene Völker den Regenwald, also ihre Lebensgrundlage, aktiv schützen können.

Projektpartner

Vor Ort arbeitet OroVerde mit dem Regierungsrat von Sarayaku „Tayjasaruta“ zusammen. Dieser wird alle zwei Jahre von der Volksversammlung gewählt und kümmert sich um das Tagesgeschäft der Gemeinde, rechtliche Angelegenheiten und die Vertretung der gesamten Gemeinde nach außen.

Sämtliche Mitarbeiter des Projektes stammen aus der Gemeinde Sarayaku, und nur bei einzelnen Maßnahmen, bei denen ganz spezielle Kenntnisse nötig sind, werden externe Experten aus Ecuador herangezogen. Damit wird sichergestellt, dass die Bewohner von Sarayaku ihr Konzept der Lebenden Wälder nach ihren Vorstellungen umsetzen können. 

Förderer

Das Projekt wird mit 75% gefördert durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Für den Eigenanteil von 25% sind wir auf Spenden und Zuwendungen angewiesen.

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Noch Fragen zu diesem Projekt?
Martin Baumann
Team Internationale Projekte
Telefon: 0228 24290-40
E-Mail: mbaumann@oroverde.de