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Die Bilder aus Südeuropa erschüttern: Wälder brennen, ganze Landschaften werden zerstört und Menschen verlieren ihre Lebensgrundlage. Die aktuellen Brände zeigen eindrücklich, wie verletzlich unsere Ökosysteme durch zunehmende Hitze und Trockenheit geworden sind. Solche Extremereignisse nehmen im Zuge der Klimakrise weltweit zu. Die Frage ist nicht mehr, ob wir handeln müssen, sondern wie. Klar ist: Der Schutz von Wäldern ist eines unserer wirksamsten Werkzeuge gegen die Klimakrise.

05. August 2026 | Vivien Botin

Verheerende Waldbrände sind längst keine Ausnahme mehr. Längere Hitzeperioden und anhaltende Trockenheit schaffen ideale Bedingungen für Feuer. Die aktuellen Brände in Südeuropa zeigen eindrücklich, wie stark die Folgen der Klimakrise bereits heute spürbar sind. Doch Waldbrände sind nur eine von vielen Folgen: Weltweit nehmen Hitzewellen, Starkregen, Überschwemmungen und andere Extremwetterereignisse zu. Gleichzeitig verschwinden weltweit Wälder in alarmierendem Tempo: Im Jahr 2024 ging jede Minute eine Fläche von rund 18 Fußballfeldern verloren – der Großteil davon in den Tropen.

Die Klimakrise befeuert Waldbrände, gesunde Wälder helfen, sie zu bremsen

Die Folgen sind gravierend: Mit jedem zerstörten Wald verlieren unzählige Tier- und Pflanzenarten sowie viele Menschen ihr Zuhause und ihre Lebensgrundlage. 

Gleichzeitig werden enorme Mengen des in Bäumen und Waldböden gespeicherten Kohlenstoffs und anderer klimaschädlicher Treibhausgase freigesetzt. Das heizt die Erderwärmung weiter an und erhöht wiederum das Risiko für Dürren und neue Waldbrände. Ein Teufelskreis, den wir dringend durchbrechen müssen. Umso wichtiger ist es, die Wälder weltweit zu schützen und ihre Zerstörung unbedingt zu verhindern.

Den Kreislauf durchbrechen

Die gute Nachricht: Mit konsequentem Waldschutz lässt sich dieser Kreislauf auch umkehren: Werden Wälder gestärkt und wiederhergestellt, können sie ihre wichtigen Funktionen für Klima, Artenvielfalt und für die Menschen wieder erfüllen. Neben der Speicherung klimaschädlicher Gase regulieren sie den Wasserhaushalt, verhindern das Artensterben und sichern die Lebensgrundlage von Millionen Menschen.

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Beim Verbrennen der Wälder werden bedeutende Mengen an Kohlenstoff in Form des Treibhausgases CO2 freigesetzt, der in Blättern, Wurzeln und Holz sowie in den darunterliegenden Böden gespeichert ist.

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Linda Rohnstock, Projektleiterin bei OroVerde

Gemeinsam für Wald, Klima und Menschen

OroVerde setzt gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen vor Ort auf einen ganzheitlichen Ansatz: Wir schützen bestehende Regenwälder, unterstützen die Wiederherstellung geschädigter Waldflächen und entwickeln mit den Menschen vor Ort nachhaltige Einkommensmöglichkeiten. So sichern wir langfristig den Erhalt der Wälder. Denn der langfristige Erhalt der Wälder gelingt nur, wenn Naturschutz und die Lebensgrundlagen der Menschen gemeinsam gedacht werden.

Artenreiche Landwirtschaft und Brandprävention

Gerade zur konventionellen Landwirtschaft, die häufig mit gefährlicher Brandrodung einhergeht, bei der die Feuer schnell außer Kontrolle geraten, gibt es nachhaltige Alternativen: So fördern viele OroVerde-Projekte artenreiche Agroforstsysteme, die nach dem Vorbild des Regenwaldes Waldschutz und Landwirtschaft miteinander kombinieren. 

Die Agroforstsysteme, auch Waldgärten genannt, haben viele Vorteile. Im Gegensatz zur herkömmlichen Landwirtschaft mit Monokulturen sind sie widerstandsfähiger gegen Krankheiten. Der gemeinsame Anbau vieler verschiedener Pflanzen trägt außerdem dazu bei, Wasser besser zu speichern. Das schützt den Boden vor Erosionen und stärkt die Artenvielfalt, denn die Waldgärten kombinieren nach dem Vorbild des Regenwaldes Bäume, Sträucher und Nutzpflanzen wie Kakao, Mais oder Bohnen auf einer Fläche, die zudem auch als Lebensraum weiterer Arten dient.

Gleichzeitig sorgt OroVerde in den Projekten für gut ausgerüstete und geschulte lokale Feuerbrigaden, um Brände frühzeitig einzudämmen. Mit Frühwarnsystemen, Notfallplänen und geeigneter Ausrüstung können sie Feuer bekämpfen, bevor sie sich großflächig ausbreiten. Auch vorbeugende Maßnahmen wie Brandschneisen helfen dabei, der Ausbreitung von Feuern effektiv vorzubeugen und wertvollen Regenwald zu schützen.

Das können Sie für den Regenwald- und Klimaschutz bewirken:

  • Sie helfen, neue Bäume zu pflanzen, die Kohlenstoff aus der Luft ziehen und binden.
  • Sie ermöglichen es, den wertvollen bestehenden Regenwald als CO2-Speicher zu erhalten, indem er nachhaltig geschützt wird.
  • Sie unterstützen die lokale Bevölkerung dabei, alternative Landwirtschaft und Einkommensmöglichkeiten zu entwickeln, die ihre Lebensgrundlagen verbessern und Wald und Klima schonen.
  • Sie stärken unseren Einsatz für politische Lösungen, die Tropenwälder wirksam schützen – etwa für entwaldungsfreie Lieferketten, den Erhalt wertvoller Waldgebiete und eine naturverträgliche Landnutzung.

Regenwald schützen – Zukunft sichern

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie konkrete Maßnahmen, die Waldbrände verhindern, Tropenwälder bewahren und neue Wälder entstehen lassen. Gemeinsam schützen wir das Klima, die Artenvielfalt und die Lebensgrundlagen der Menschen vor Ort – heute und für kommende Generationen.

Fragen & Antworten zu Ihrer Spende

Seit über 30 Jahren setzt sich die Tropenwaldstiftung OroVerde für den Erhalt der tropischen Regenwälder ein. Wie keine andere Organisation in Deutschland verbindet sie dabei den Waldschutz mit der Entwicklungszusammenarbeit sowie mit Verbraucherthemen, also mit dem Einfluss der Konsumenten hier auf die Umwelt- und Lebensbedingungen in Regenwald-Regionen. OroVerde ist politisch unabhängig, gemeinnützig anerkannt, Mitglied der Initiative Transparente Zivilgesellschaft und trägt als eine der ersten Umweltorganisationen deutschlandweit das DZI-Spendensiegel. 

Das DZI-Spendensiegel bescheinigt OroVerde einen effizienten und vertrauensvollen Umgang mit den uns anvertrauten Spenden. Der Anteil der Werbe- und Verwaltungsausgaben beträgt 24,3 Prozent der Gesamtausgaben und gilt damit laut DZI als vertretbar. Als weiteres Kriterium für die wirtschaftliche Mittelverwendung setzt das DZI die Ausgaben für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit in Relation zu den Sammlungseinnahmen, das heißt Spenden und Bußgeldern. Hier liegen wir mit einer Quote von 25,4 Prozent deutlich unter der als vertretbar angesehenen Grenze von 30 Prozent.

Ja! Die SSL-Verschlüsselung sichert Ihre Daten wirkungsvoll bei Ihrer Online-Spende und Material-Bestellung (Datenschutzrichtlinie). 

Ja! OroVerde ist als gemeinnützige Organisation anerkannt. Gerne stellen wir Ihnen eine Spendenquittung aus, die wir in der Regel am Jahresanfang verschicken - gerne auch per E-Mail!

Ihr Pressekontakt

Martina Schaub
Vorständin
+49 228 24290-15
mschaub[at]oroverde[dot]de

Fotonachweis: ©Foto von Karsten Winegeart auf Unsplash (Titelbild), ©VALÉRIA AMORIM (Überschwemmung), ©OroVerde - K. Osen

Zuletzt aktualisiert: 05.08.2026

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