Schutzprojekt der letzten venezuelanischen Nebelwälder © Diana Rode

Bergnebelwälder schützen

In Venezuela Regenwald retten

Helfen Sie, eines der letzten verbliebenen Bergnebel-Regenwald-Gebiete der Welt zu erhalten! Ein einzigartiges Ökosystem erstreckt sich von der Küste bis zu den über 1000 m hohen Bergen der Halbinsel Paria in Venezuela. Doch die einmalige Biodiversität und das vielfältige Mosaik der Ökosysteme – von der Steilküste, über die Bergnebelwälder bis hin zu Mangrovenwäldern – ist in Gefahr. Große Armut, fehlendes ökologisches Verständnis und mangelndes Umweltbewusstsein der Menschen gegenüber dem Regenwald verursachen einen großen Druck auf dieses Paradies. Bildung und die Einrichtung eines Schutzgebiets können den Regenwald hier noch retten! 

Spenden Sie

für die einmaligen Nebelwälder!

EUR
Fakten zur Spende

Die Bergnebelwälder von Paria – ein Paradies der Artenvielfalt: In den einzigartigen Bergnebelwäldern in der „Serrania de la Cerbatana“ leben tausende von Tierarten, vom grün-blau schillernden Kolibri bis zum Brüllaffen, der sich in den Baumwipfeln behände von Ast zu Ast hangelt. Auch verbergen sich hier noch viele unerforschte Pflanzen, die Heilung für Krankheiten versprechen. Noch sind längst nicht alle Arten in dem Regenwald Parias entdeckt. 

Anfang 2014 besuchte der namhafte Botaniker Winfren Meier im Rahmen von zwei Exkursionen das Gebiet. Dabei wurden 319 botanische Arten für die Sammlung des Nationalen Herbarium gesammelt und potenzielle Bäume zur Aufforstung des Gebiets bestimmt. Bereits 2013 unternahm der Biologe Prof. Gegio Marín eine Exkursion und stellt die außerordentliche Biodiversität des Gebietes dar. Wissenschaftler entdeckten alleine 60 verschiedene Vogelarten in dem Projektgebiet. Seglervögel, zu denen auch die Trochilidae (Kolibris) gehören, sind in der Region am weitesten verbreitet. Wir hoffen noch viele weitere Arten im Regenwald zu entdecken - vermutlich werden auch neue, bislang unbekannte Arten dabei sein.

Doch ist der Regenwald und mit ihm alle Tier- und Pflanzenarten in Gefahr: Immer öfter steigen Rauchschwaden über den Berggipfeln auf. Für Ackerbau und Viehzucht wird wertvoller Regenwald verbrannt. Schon nach kurzer Zeit sinken die Erträge und mehr Regenwald muss gerodet werden. So frisst sich das Feuer in immer höhere Bergregionen - Erosion und Wassermangel folgen. Eine gefährliche Abwärtsspirale beginnt!

Eine einmalige Chance für die Nebelwälder: Die Menschen vor Ort sind motiviert den Regenwald zu schützen, da sie seine Bedeutung für den Wasserhaushalt der Region und das Klima erkennen. Ein großflächiges Schutzgebiet soll im Regenwald entstehen. Doch für die Entwicklung des Schutzgebietes benötigen sie dringend finanzielle Unterstützung. Denn 73 % der Bevölkerung von Paria lebt unter der Armutsgrenze.

Wie Ihre Spende hilft

OroVerde-Aktionsplan zur Rettung des Nebelwaldes:

  • In zwei Baumschulen sollen jährlich bis zu 10.000 Baumsetzlinge im Jahr gezogen werden, um ökologisch wichtige Bereiche im Regenwald (z.B. Wassereinzugsbereiche und Flächen zur Biotopvernetzung) wieder aufzuforsten.
  • Eine botanische Studie soll unentdeckte Arten im Regenwald enthüllen, deren Lebensraum dann als besondere Schutzzone ausgewiesen wird.
  • Gemeinden und Institutionen bilden ein Netzwerk, um das neue Schutzgebiet zu errichten. Sie legen Ziele und Maßnahmen unter Einbindung der lokalen Bevölkerung fest.
  • Bauern erhalten Kurse in waldschonender Landwirtschaft, um den Nutzungsdruck auf den Regenwald zu verringern. Denn Naturschutz und Armutsminderung müssen Hand in Hand gehen!
  • Umweltbildung verankert ökologisches Verständnis um den Regenwald bereits bei den Kindern.

25 €

helfen, eine Kahlschlagfläche mit 25 heimischen Baumsetzlingen zu bepflanzen.

40 €

helfen Regenwald zu regenerieren. Pflanzen Sie 50 Bäume auf Kahlschlagflächen in Venezuela, damit neuer Wald entsteht! Schließen Sie die Lücken, die in den Regenwald gerissen wurden und schaffen Sie Rückzugsgebiete für die Tierwelt.

265 €

sind notwendig, damit ein Wissenschaftler einen Tag lang im Regenwald die Tier- und Pflanzenarten erfassen kann.

850 €

kostet die Errichtung einer Baumschule für die Wiederaufforstung degradierter Flächen in einem der Dörfer im Regenwald.

 

Durch Bildung Regenwald schützen

Das Projektgebiet liegt in einem der letzten Bergnebelwälder, in der „Serrania de la Cerbatana“, auf der Halbinsel Paria an der Nordostküste des Landes. Das Gebiet ist der wichtigste Wasserspeicher für über 40.000 Menschen und die Heimat unzähliger Tier- und Pflanzenarten von der Steilküste, über die Bergnebelwälder und Savannen, bis zu den üppigen Mangrovenwäldern.

Große Armut ist in diesem Teil Venezuelas anzutreffen. Diese Armut ist in Kombination mit dem fehlenden ökologischen Verständnis für den Regenwald und mangelnden Umweltbewusstsein der Menschen ein maßgeblicher Zerstörungsfaktor für die letzten artenreichen Regenwälder der Halbinsel. Besonders die kleinbäuerliche Bewirtschaftung gefährdet den schützenswerten tropischen Regenwald. Die Bauern legen durch Brandrodung neue Felder an. Später werden diese Felder für Viehherden verwendet, was eine Regeneration des Bodens unmöglich macht. Erosion greift die ungeschützten Flächen an und spült den letzten Rest dessen, was einst üppiger Regenwald war, in die Flüsse. Zurück bleiben nur kahle, unfruchtbare Flächen.

Unser Projekt in Kooperation mit der Fundación Thomas Merle setzt an der Wurzel der Probleme an: Unwissenheit und fehlende Alternativen.

Durch Bildungsmaßnahmen lernen Kinder, Jugendliche und Erwachsene nicht nur den Wert des Waldes schätzen. Wir unterstützen zudem die Bauern, alternative, schonende Nutzungsmöglichkeiten der landwirtschaftlichen Flächen zu erarbeiten und zusätzliche Einkommensquellen aus dem Regenwald zu schaffen. Diese Maßnahmen sind notwendig, um die Armut zu verringern und dadurch langfristig die Umwelt und den Regenwald zu schützen.

Mit Ihrer Spende wird das Bildungsprogramm im Regenwald weiter ausgebaut, indem regelmäßig weitere Informationsveranstaltungen und Workshops veranstaltet werden. In Lehr-Gärten erleben die Gemeinden, wie eine nachhaltige, ressourcenschonende Landwirtschaft in und mit dem Regenwald betrieben werden kann.

Zudem kann die Bevölkerung mit Ihrem Beitrag weitere Flächen bepflanzen und Waldgärten anlegen, um so den beschädigten Regenwald wiederaufzuforsten und den bestehenden Regenwald nachhaltig zu nutzen.

Schon gewusst?

Neuer Amphibien-Führer aus dem OroVerde Projektgebiet in Venezuela. Wirklich spannende Arten, die dort in den Bergnebelwäldern der Halbinsel Paria zu finden sind! Er ist laminiert und somit für eine Reise in den Regenwald besonders gut geeignet. Der Führer durch die Welt der Frösche im Nordosten Venezuelas ist in Englisch oder Spanisch zu bestellen über http://www.chimaira.de/gp/amphibians-of-the-peninsula-of-paria-a-pocket-field-guide.html.

Projektpartner

Vor Ort arbeitet OroVerde mit der Fundación Thomas Merle zusammen, die sich für ein harmonisches Zusammenleben von Mensch und Natur einsetzten und schon seit vielen Jahren in der Region aktiv sind.

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Noch Fragen zum Projekt?

Dr. Elke Mannigel
Teamleitung Internationale Projekte
Telefon: 0228 24290-12
E-Mail: emannigel@oroverde.de